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Mama pflegt das Baby, Betty und Tristan den Kürbis

VonRita Nitsch

Anja Griebenow aus Polzow macht mit bei unserer Kürbisaktion. Sie ist gerade zum dritten Mal Mutter geworden. Und weil sie sich jetzt um das Baby kümmern muss, haben ihre „großen“ Kinder Betty (2) und Tristan (9) versprochen:
„Mama, Das nehmen
wir in die Hand.“

Polzow.Alma hat es sich in den Armen von Mama Anja Griebenow gemütlich gemacht. Die Kleine schläft. Seit fünf Woche ist sie das neue Mitglied in der Polzower Familie. „Sie ist eine ganz liebe Maus“, freut sich die Mutter. Anja Griebenow war mit eine der Ersten, die sich für die Kürbisaktion der Pasewalker Zeitung angemeldet hatten. Durch den Trubel der Geburt wäre die Aktion fast in Vergessenheit geraten. Doch der neunjährige Tristan ist ein aufgewecktes Kerlchen. Er versprach seiner Mutter: „Das nehmen wir jetzt in die Hand.“ Mit „wir“ war noch seine kleine Schwester Betty (2) gemeint. Gesagt, getan. Die Saat liegt jetzt erst einmal gut verwahrt im alten Komposthaufen. „Mit dem Gießen, das ist kein Problem!“, verspricht der Junge und ist schon wieder mit dem Fußball unterm Arm verschwunden. Denn seine große Leidenschaft ist das Kicken und das Training beim Rollwitzer SV. Am Abend ist auch Papa Bernd, der Berufssoldat bei der Bundeswehr ist, wieder bei seinen Lieben. Die kleine Betty hat er aus der Krugsdorfer Kita abgeholt. „Jetzt sind wir alle komplett“, freut sich Mutter Anja. Vater Bernd nutzt noch die Helligkeit an diesem Abend. Der Rasen muss gemäht werden. Was auffällt: in vielen kleinen Ampeltöpfen und Kübeln wachsen Erdbeeren und Tomaten heran, obwohl es einen Garten gibt. „Unseren Garten wollen wir nutzen, um den Spiel- und Tummelplatz für die Kinder zu erweitern“, erzählt Anja Griebenow. Aber auf Früchte und Gemüse zum Naschen will die Familie deshalb nicht verzichten. Deshalb die außergewöhnliche Variante.
Als es dunkel wird, kommt Tristan abgekämpft nach Hause. Liebevoll streichelt er Alma über das Köpfchen und nimmt auch Betty in den Arm. Dann kommt noch einmal die Kürbisaktion ins Gespräch. „Kann man da auch was gewinnen?“, fragt er. Ein neuer Legobaukasten wäre schön, träumt er, bevor er dann zur Erkenntnis kommt: Gewinnen ist gar nicht wichtig. „Aber vielleicht erfüllt mir Vati ja meinen größten Wunsch, ein Baumhaus.“

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