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Na, dann probieren wir es mal in der Praxis

Christopher Ehlert aus Strasburg ist Praktikant im Kindergarten „Siedlungsspatzen“. Er will den Umgang mit Kindern „üben“. Denn sein Berufswunsch ist Musiklehrer.
Christopher Ehlert aus Strasburg ist Praktikant im Kindergarten „Siedlungsspatzen“. Er will den Umgang mit Kindern „üben“. Denn sein Berufswunsch ist Musiklehrer.

VonLaura Giese

Die Schulbücher sind abgegeben. Ausruhen?
Im Gegenteil: Das, was
die Zehntklässler
des Pasewalker Oskar-Picht-
Gymnasiumsgerade tun, ist besonders anstrengend. Sie arbeiten – „ spielen“ Zahnarzthelfer, Erzieher und Betreuer. Und, wie läuft’ s so?

Pasewalk.8 Uhr in der Strasburger DRK-Kita „Siedlungsspatzen“. Die Kleinen singen ihre „Guten-Morgen“-Lieder. Einer fällt auf, weil er weder im Kindes- noch im
Erzieheralter ist: Christopher Ehlert (17). Der Strasburger ist für zwei Wochen Praktikant in der Einrichtung. „Ich möchte später mit Kindern arbeiten. Am liebsten als Musiklehrer“, sagt der Zehntklässler. Er erhofft sich viel von seinem Praktikum. Dass er den Alltag der Kinder besser kennenlernt und ihm das bei seiner Berufslaufbahn helfen wird. „Lernwillige Praktikanten sind uns eine große Hilfe, und davon hatten wir schon eine ganze Menge!“, erzählt die stellvertretende Leiterin der Kita Reni Scheibel stolz.
Anderer Ort, gleiche Zeit. Strasburgs Rathaus, erste Etage, Empfangsbereich. Neben der netten Dame am Tresen steht lachend Colin Seefeldt (16). Er möchte Bürokratie erleben, deshalb die Stadtverwaltung Strasburg. „Ich möchte später studieren und danach die Richtung IT/Informatik einschlagen“, weiß er schon jetzt. Seine Aufgaben sind vielseitig. „Gestern habe ich mich im Ordnungsamt umgesehen. Heute habe ich Büroarbeit zu erledigen. Akten sortieren, kopieren, Formulare ausdrucken.“ Nicht weit vom Rathaus entfernt riecht es ziemlich stark nach Medikamenten. Klar, die Adler-Apotheke. Hier absolviert Juliane Rahden (17) ihr Praktikum. Inhaberin Daniela Vetter freut sich stets über die jungen Leute. „Es ist zwar immer ein gewisser zeitlicher Aufwand, den Praktikanten alles in Ruhe zu erklären. Aber es macht mir immer sehr viel Spaß“, sagt sie. Nele Schmidt hat sich die Tagesstätte „Sprungbrett“ zum Schnuppern ausgesucht. „Mein erster Eindruck ist sehr gut. Alle sind sehr offen“, erzählt Nele. Dort wird Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglicht, ihren Alltag besser zu bewältigen. „Im ‚Sprungbrett‘ kann ich viel lernen, es ist abwechslungsreich, und ich habe viel Kontakt zu den Patienten!“ Den Kontakt zu Patienten sucht auch Tom Kaven. Der 16-jährige Strasburger ist in der Zahnarztpraxis Reimann zu finden.Er möchte einen der vielen Wege in den Beruf kennenlernen und entschied sich für dieses Praktikum.
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red-pasewalk@nordkurier.de

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