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Samanta: Aus dem „Mini“ wurde ein tolles Handballmädchen

Die tollen Handballmädchen der E-Jugend des Pasewalker Handballvereines. Im Landesmaßstab erspielten sie sich Bronze. [KT_CREDIT] FOTOs: A. Stegemann
Die tollen Handballmädchen der E-Jugend des Pasewalker Handballvereines. Im Landesmaßstab erspielten sie sich Bronze. [KT_CREDIT] FOTOs: A. Stegemann

VonAngela Stegemann

Vor ein paar Jahren,
da war Samanta Neisser
sich noch gar nicht
im Klaren, ob sie wirklich Handball spielen möchte. Aber die Entscheidung
dafür hat sich gelohnt:
Die Rollwitzerin wurde
in der E-Jugend beste Spielerin des Landes.

Rollwitz/Pasewalk.Das schöne schwarze T-Shirt hat Samanta Neisser nicht zum Training angezogen. Aber es steckt in ihrer Tasche. „Beste Spielerin 2012/13“ steht darauf. Überreicht bekam die
Elfjährige das Stück in Bützow. Da erspielte sich ihr Team bei der Bestenermittlung der E-Jugend einen dritten Platz. Samanta wurde
beste Spielerin des Finalturnieres.
Ihre Eltern sind mächtig stolz auf sie, denn auch sie haben den Sport schon immer geliebt. Papa Rudolf war einst Staffelleiter im Fußball. Während der Schulzeit spielte auch die Mutter Handball. Zu den Spielen begleiten sie die Tochter oft. Der Vater gesteht: „Als sie beste Spielerin wurde, habe ich schon feuchte Augen gehabt.“ Samanta hat noch sechs Geschwister, sie ist das Sporttalent. Denn sie ist auch noch eine gute Läuferin. Doch da willSamantanun kürzer treten und sich noch mehr dem Handball widmen. Manchmal spielte sie auch schon bei den zwei Jahre Älteren in der D-Jugend mit. In der Schule sind neben Sport auch Mathe und Musik die Lieblingsfächer.
Der Erfolg im Handball komme dadurch, dass seine Tochter beim Pasewalker Handballverein immer gute Übungsleiterinnen hatte, lobt der Vater. Die Erinnerungen gehen zurück: Es war 2008 in der Ueckersporthalle. Da suchte der Verein Nachwuchs. Jana und Julia Stegemann trainierten sieben Sechs- bis Siebenjährige, die „Minis“. Ihnen brachten sie das Einmaleins der Sportart bei. Danach war Anke Lander die Übungsleiterin. Jetzt trainieren Jana Schwarz und Katrin Stelter die Mädchen.
Alle „Minis“ von damals sind nicht mehr dabei. Dass einzelne Spielerinnen hervorgehoben werden, sehen die Trainerinnen nicht so gern, da Handball eine Mannschaftssportart ist. „Es gibt nur Erfolge, wenn alle dahinter stehen“, meint Jana Schwarz. Aber einen dritten Platz im Landesmaßstab zu erreichen, dass macht den kleinen Verein schon ein wenig stolz, gestehen die beiden ein. Der Verein zählt 120 Mitglieder, davon sind allein 90 Kinder und Jugendliche. Bis zu den Sommerferien wird erst einmal trainiert, danach gehen die Mädchen in die wohlverdiente Pause. Samanta wird zu Hause ihre Ecke vervollständigen. Dort stehen schon Urkunden und Pokale. Jetzt kommt das schwarze Shirt dazu.

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