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Sie sorgen singend für gute Laune

Von unserem Redaktionsmitglied
Angela Stegemann

Sind Sie jemand, der gut singen kann, aber oft schlechte Laune hat? Dann wären Sie vielleicht im Pasewalker Gospel-Chor
gut aufgehoben. Der kann
den Gemütszustand
nämlich ganz schnell
ändern.

Uecker-Randow.Für diesen Teil der Probe bleiben die Sängerinnen und Sänger auf den Stühlen sitzen. „Die Übergänge müssen wir noch besser gestalten“, meint Magdalena Jorgas. Erst soll die eine Seite singen, dann die andere. Wobei man an den Fußbewegungen der Sänger merkt: Es fällt schwer still zu sitzen. Die Musik reißt einfach mit. Zumal sie auch musikalisch begleitet werden. „Eigentlich kommt es auch gar nicht darauf an, dass alles perfekt funktioniert. Das Wichtigste ist der Spaß“, meint die erfahrene Gospelfrau aus Ronnenberg (Niedersachsen). Ihr Motto: Gospel muss man spüren und durch alle Poren kommen lassen. Vor allem steht für die gebürtige Österreicherin fest: „Kirche muss Freude machen.“ Deshalb ist sie mit Daniel Heinrich aus Munster unterwegs, um den Spaß an der Gospelmusik zu vermitteln. Durch ihn kam auch der Kontakt zum Pasewalker Chor „Heart of Soul“ zustande. Er lernte Pasewalks Kantor Johannes Geßner beim Kirchenmusikstudium kennen. Daniel Heinrich leitet selbst zwei Gospelchöre und arbeitet neben seiner Kantortätigkeit als Gospelpianist. Als Magdalena Jorgas ein Jahr krank war, betreute er auch ihre Chöre mit. Der von ihr gegründete hatte sogar schon die Ehre, vor dem Papst in Rom zu singen.
Zu einer solchen Meisterschaft brachten es die Pasewalker noch nicht. Sie gibt es erst seit dem Sommer des vergangenen Jahres. 25 Leute sind dabei. Sie sind von Beruf Erzieherin, arbeiten in der Verwaltung oder in der Apotheke. Alle eint der Spaß am Singen. „Den Mittwochabend versuche ich mir einfach immer frei zu halten, meint Sigrid Schaal. Manche Gospel-Sänger machen außerdem noch in der Kantorei mit. Auch zum Üben mit den gestandenen Gospel-Leuten konnten nicht alle kommen. Das erste Mal fand sich aber Teresa Kuhräuber aus Blankensee ein. Für sie stand nach den Stunden in der Winterkirche von Sankt Marien fest: „Ich würde gern mitmachen.“ Immer mittwochs um 19 Uhr ist Probezeit.
Die Sängerinnen und Sänger freuen sich schon auf einen öffentlichen Auftritt am 25. Mai. Dann sind sie um 19 Uhr in Sankt Nikolai zu erleben.
Aber vorher hat der Chef des Chores, Johannes Geßner, noch ein anderes Ereignis vorzubereiten. Er schreibt schon die Plakate. Am 28. April um 18 Uhr gibt es in Sankt Marien ein Konzert mit Valeriya Shiskova.

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