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Statt großer Knete jetzt kleine Geste

Christine Roquette (rechts), Tochter Maxi und der kleine Thore Sven aus Stolzenburg freuen sich über den Besuch von Bürgermeisterin Karola Wree.  FOTO: R. Nitsch
Christine Roquette (rechts), Tochter Maxi und der kleine Thore Sven aus Stolzenburg freuen sich über den Besuch von Bürgermeisterin Karola Wree. FOTO: R. Nitsch

Von unserem Redaktionsmitglied Rita Nitsch

Da die Gemeinde Schönwalde das Babygeld von 250 Euro nicht mehr zahlen kann,
gibt es jetzt einen kleinen Willkommensgruß. Familie Roquette freut sich trotzdem darüber.

Stolzenburg. Der kleine Thore Sven kuschelt sich in die Arme seiner Mutter Christine Roquette. Ein Kaminofen verbreitet wohlige Wärme in der Stolzenburger Neuen Straße. Acht Wochen ist der kleine Bursche alt. Von der großen Politik versteht er noch nichts. Trotzdem ist er seit seiner Geburt mittendrin im Geschehen seines Heimatortes, der zur Gemeinde Schönwalde gehört. Bis Ende 2012 zahlte die Gemeinde für jedes neugeborene Kind noch 250 Euro Begrüßungsgeld. Doch die Zeiten haben sich geändert, und die Haushaltssituation gibt diese Geste nicht mehr her. Bürgermeister Karola Wree bedauert das. Aber sie lässt es sich trotzdem nicht nehmen, jeden neuen Erdenbürger willkommen zu heißen. So überbrachte sie jetzt den Eltern Sven und Christine Roquette ein kleines Willkommensgeschenk im Wert von 25 Euro. Die Familie freute sich jedenfalls über die Geste. Und wann hat man schon die Bürgermeisterin zu Hause, um mit ihr über Wünsche und Probleme zu reden? Gleich neben dem Haus der Familie Roquette befindet sich die Kita „Pittiplatsch“. Mutter Christine würde sich wünschen, wenn es dort nach Absprache individuelle Öffnungszeiten, zum Beispiel bis 19 Uhr, geben würde. Die junge Mutti arbeitet als Friseurin, alle 14 Tage ist Spätdienst angesagt. „Da wäre so ein Service wunderbar“, sagt sie.

Bei Oma Doris Jahnke findet Thore Sven im Moment liebe Zuwendung. Doch vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, und der Kleine kann bald in Stolzenburg betreut werden. Das würde auch die große Schwester Maxi (14) freuen. „Dann kann ich meinen kleinen Bruder auch einmal abholen“, sagt sie zur Mutti und streichelt Thore Sven liebevoll über den Kopf.

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