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War’s das mit dem Pferdesport?

Mandy Ihlow holte sich mit Living Sky den zweiten Platz in der Zeitspringprüfung der Klasse L bis 500 Ranglistenpunkte den Sieg.  FOTOS: E. Ernst
Mandy Ihlow holte sich mit Living Sky den zweiten Platz in der Zeitspringprüfung der Klasse L bis 500 Ranglistenpunkte den Sieg. FOTOS: E. Ernst

VonElke Ernst

Tolle Leistungen
lieferten vor allem
die Gastgeber beim Rothenburger Reitturnier ab. Doch Siegerstimmung wollte nicht so recht aufkommen. Was
war da los?

Rothenburg.Soll es nun wirklich vorbei sein? Christian Haß vom Rothenburger Pferdesportverein muss die Tränen unterdrücken. Nach 23 Turnierjahren, so sagt er, läuft Ende des Jahres der Pachtvertrag für das vom Verein als Turniergelände genutzte Areal mit der Familie Hinz ab. Sollte es wirklich dazu kommen, und es sieht alles danach aus, endet eine Ära im Pferdesportgeschehen der Region.
Vor der Siegerehrung der Besten im mittelschweren Springen mit Stechen richtete Haß seinen und den Dank seiner Mitstreiter an das treue Publikum, an die Helfer und Sponsoren. „Vielleicht überlegt es sich die Familie Hinz ja noch“, hoffen die Vereinsmitglieder.
Trotz aller Wehmut – die Zuschauer sahen beim letzten (?) Springturnier viele hervorragende Leistungen. Besonders ins Zeug gelegt hatten sich die Reiter des gastgebenden Vereins – viele Siege und Platzierungen blieben im Rothenburger Verein. So sicherten sich in der Zeitspringprüfung der Klasse L bis 500 Ranglistenpunkte die Damen des Vereins, Josefine Siegmund mit Golden Globe (0/47.98) und Mandy Ihlow mit Living Sky (0/49.09), die ersten beiden Plätze. Felix Haß rundete das Ergebnis für den Verein mit dem siebten Platz ab. Äußert knapp und nach dem Motto „Die Letzten werden die Ersten sein“ endete die Springprüfung der Klasse M* mit Stechen. Zehn Reiter-Pferd-Paare qualifizierten sich im Umlauf für das Stechen. Kati Lekander, als Zweite im Stechen startend, gab mit ihrem ersten Pferd eine tolle Zeit (34.38 Sekunden) und null Fehler vor. Hella Hayden, die im Anschluss startete, erreichte genau das gleiche Ergebnis. War das schon der Sieg für die beiden? Mit ihrem zweiten Pferd ging Kati Lekander (RFV Bornmühle) als Neunte ins Stechen: 32.40 Sekunden, damit schlug sie sich selbst. Den Sieg konnte der jungen Dame nur noch Max-Hilmar Borchert (RV Stechlin-Menz) streitig machen. Und das tat er dann auch. Als Letzter im Stechen dieser Prüfung startend, absolvierte er den Stechparcours in 32.30 Sekunden mit null Fehlern. Sieg.
Auf sich aufmerksam machten auch die jüngsten Reiterinnen und Reiter. Ausgeschrieben unter den 22 Prüfungen des Turniers waren auch eine Führzügelprüfung und ein Mannschaftsspringwettbewerb. Als beste Mannschaft und einem Gesamtergebnis von null Fehlern und 119,98 Sekunden kristallisierte sich hier die Mannschaft des SC Eintracht Rossow heraus. Zweite und Dritte wurden die Mannschaft vom TuS Ahlbeck und der Boocker SV62.

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