Nordkurier.de

Was die Gemeinde nicht schafft, nehmen die Mütter in Angriff: einen Spielplatz

Der Rossower Bürgermeister Edmund Gebner übergab den neuen Spielplatz an die Kinder.  FOTO: R. Nitsch
Der Rossower Bürgermeister Edmund Gebner übergab den neuen Spielplatz an die Kinder. FOTO: R. Nitsch

VonRita Nitsch

Aufgeben? Ist nicht!
Junge Mütter in Rossow wissen, was sie wollen: einen Spielplatz für ihre Lütten. Die Mütter wissen auch,
wie sie das schaffen. Der Bürgermeister hat kein Geld. Den brauchen sie nicht fragen. Aber vielleicht ein paar andere Leute im Ort? Und schon kommt etwas in Gang. Das Ergebnis: ein Spielplatz, der die Kleinen
glücklich macht.

Rossow.Die kleinen Rangen wollen gar nicht nach Hause an diesem Nachmittag. Denn der neue Spielplatz auf dem Rossower Spielplatz ist wirklich sehr schön geworden und weckt die Abenteuerlust. Kletterseile, Vogelnestschaukel, ein kleines Karussell, eine Wippe und ein Sandkasten laden ein. Einen neuen Kinderspielplatz im Dorf, den haben sich die jungen Eltern schon lange gewünscht. Doch die Gemeinde hatte für
dieses Vorhaben kein Geld. Als Mütter beim Bürgermeister vor zwei Jahren nachfragten, bedauerte er sehr, nicht helfen zu können.
Da machten sich Doreen Köppen, Marleen Rohde und Gabi Dalum Gedanken.
Sie malten Plakate und baten um Spenden für den Spielplatz. Es hat sich gelohnt.
750 Euro spendierten die Bürger und 150 Euro die Mecklenburgische Versicherung von Thomas Stresemann. Landbesitzer verzichten auf ihre Jagdpacht und gaben 3000 Euro für die Spieloase der Kinder. „Ich freue mich über die Aktivitäten der Mütter und Väter in unserem Dorf“, bedankte sich Bürgermeister
Edmund Gebner bei der Eröffnung jetzt.
Ungezählt sind die Stunden, die der Aufbau der Spielgeräte in Anspruch genommen hat. Hier waren es Väter, Dorfbewohner und Unternehmer, die unermüdlich gewirbelt haben.
„Wir möchten niemanden vergessen. Deshalb sagen wir allen noch einmal: ,danke, danke, danke“, so Doreen Köppen.
Wenn die Gemeinde irgendwann einmal Geld hätte, dann würden sich Doreen Köppen und Marleen Rohde wieder eine Kinder- und Jugendbegegnungsstätte mit einer Betreuungskraft wünschen.

Kontakt zur Autorin
r.nitsch@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×