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Wasser preiswerter als in Großstädten

Ernst Wellmer (rechts) war als Demminer Bürgermeister bis 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrates der GKU.  FOTO: Fred Lucius
Ernst Wellmer (rechts) war als Demminer Bürgermeister bis 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrates der GKU. FOTO: Fred Lucius

VonFred Lucius

Wenn das keine gute Nachricht für die Verbraucher ist: Die Wasser- und Abwasserpreise in der Region liegen unter dem Landesdurchschnitt.

Demminb/Strasburg.Was haben Demmin, Strasburg, Anklam und Ueckermünde Städten wie Berlin, Dortmund oder Dresden voraus. Frank Strobel, Geschäftsführer des Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste, GKU, hat eine Antwort darauf. Die Menschen hierzulande müssen weniger für Wasser und Abwasser zahlen als in den Metropolen. „Frankfurt am Main als billigste Großstadt ist noch zehn Prozent teurer als der höchste Preis in einem Zweckverband bei uns“, sagt Strobel anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen der GKU in Strasburg. In den vier Zweckverbänden, für die die GKU die Betriebsführungsgesellschaft ist, liegen Wasser- und Abwasserpreise unter dem Landesdurchschnitt. „Und wir haben hier deutlich weniger Einwohner als anderswo. Es ist schon schwer, im ländlichen Gebiet die Preise stabil zu halten“, meint Frank Strobel. Dies sei aber trotz steigender Kosten, beispielsweise für Energie, im Wesentlichen seit 2001 gelungen. Die Preise seien immer wieder ein Gradmesser für den Versorger. Und da brauche die GKU den Vergleich nicht zu scheuen.
Auch die Wasserverluste würden sich auf einem konstant niedrigen Niveau bewegen, was wiederum den Bürgern zugute komme, meint der Geschäftsführer. In den vergangenen 20 Jahren hat das Unternehmen, dessen Gesellschafter die vier Zweckverbände in Demmin/Altentreptow, Strasburg, Anklam, und Ueckermünde sind, 188 Millionen Euro investiert, rechnet Frank Strobel vor. 50Millionen sind in den Ausbau des Wassernetzes, 138 Millionen in den Abwasserbereich geflossen. „Der Abwasserbereich war zu Beginn unserer Arbeit völlig unterentwickelt. Auch mit Fördergeldern ist hier vieles geschaffen worden“, betont der GKU-Chef. Das Unternehmen versorgt auf einer Fläche von 3080 Quadratkilometern acht Städte und 102 Gemeinden, zusammen rund
125 000 Einwohner. „Damals ist ohne Beteiligung von außen diese reine kommunale Gesellschaft gegründet worden“, so Norbert Raulin, Aufsichtsrats-Chef der GKU.

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