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Wassermühle sucht neuen Müller

Die Rossower Wassermühle, die 1926 neu aufgebaut wurde, ist noch vollständig erhalten. Der Eigentümer würde sich freuen, wenn sich ein Museumsverein oder eine Privatperson finden würde, der diese für Besucher öffnet.  FOTOS: R. Nitsch/Archiv
Die Rossower Wassermühle, die 1926 neu aufgebaut wurde, ist noch vollständig erhalten. Der Eigentümer würde sich freuen, wenn sich ein Museumsverein oder eine Privatperson finden würde, der diese für Besucher öffnet. FOTOS: R. Nitsch/Archiv

Von Rita Nitsch

Rossow besitzt mit seiner alten Wassermühle ein Kleinod. Der Eigentümer würde diese einem Verein oder einem interessierten Bürger überlassen, wenn der die Mühle für die Öffentlichkeit wieder zugänglich macht.

Rossow. Die Dorfstraße 48 in Rossow ist mehr als eine Adresse. Nur wenige wissen, dass sich hinter den weißen Mauern ein Kleinod verbirgt, nämlich eine gut erhaltene Wassermühle. Vor ein paar Jahren hatte Ernst Pellin, Vorsitzender des Penkuner Museumsvereines, sein Herzblut dort reingesteckt. Jedes zweite und vierte Wochenende im Monat öffnete er die Türen, übernahm Führungen. Der rührige Mann hatte noch viele Pläne: Ausstellungen, Lesungen ein Mühlenkaffee. Doch vor Kurzem starb Ernst Pellin an einer schweren Krankheit. Die Erinnerung an dem Hobbymuseologen und sein großes Engagement für das Rossower Denkmal werden bleiben.

Besitzer der Wassermühle ist Alexander Milowanowic aus Haltern am See in Nordrhein-Westfalen. „Ernst Pellin war in wenigen Jahren zu einem Wassermüller mit großem Sachverstand geworden“, erinnert er sich. Gerne würdenAlexander Milowanowicund sein Sohn Jörg die Einrichtung zur musealen Nutzung an einem Verein oder eine Einzelperson übergeben. Mit der Maßgabe, dass die Einrichtung erhalten bleibenmuss. 1926 wurde die Mühle völlig neu aufgebaut. Noch bis zur Wende wurde hier Korn für die Tierproduktion geschrotet. Rund 20 Jahre lang drehte sich dann kein Rad mehr, bis die Pellins 2010 nach Rossow zogen.

„Wir könnten Einzelinteressenten im Haus auch eine kleine Vier-Raum-Wohnung zur Verfügung stellen“, so der Besitzer. Die Familie Milowanowic signalisierte außerdem, zu helfen, wenn es darum geht einen Verein zu gründen. „Eigentlich muss man nur den Hebel umlegen, und schon funktioniert alles in der Mühle“, macht der Besitzer das technische Denkmal schmackhaft. Ein technisches Museum mit Café könne er sich durchaus vorstellen. Außerdem würde es den Ort weiter aufwerten, der schon ein Schulmuseum besitzt. Und Wassermühlen sind rar in der Uecker-Randow-Region. Anlagen gibt es noch in Belling, Bergholz und in Heidemühle. Sie sind unterschiedlich gut erhalten.

Wer noch etwas über die alte Rossower Mühle weiß oder an einer musealen Nutzung interessiert ist, der kann sich beim Nordkurier unter der Rufnummer 03973 203715 melden.

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