Nordkurier.de

Wasserpreise unter dem Niveau von Großstädten

Dank galt den ehemaligen Vorsitzenden der Wasser- und Abwasserzweckverbände Heidi Michaelis (von links/Ueckermünde), Wolfgang Stift (Anklam), Sybille Kempf (Altentreptow), Peter Westphal (Ueckermünde) und Ernst Wellmer (Demmin).  FOTO: F. Lucius
Dank galt den ehemaligen Vorsitzenden der Wasser- und Abwasserzweckverbände Heidi Michaelis (von links/Ueckermünde), Wolfgang Stift (Anklam), Sybille Kempf (Altentreptow), Peter Westphal (Ueckermünde) und Ernst Wellmer (Demmin). FOTO: F. Lucius

VonFred Lucius

Wenn das keine gute Nachricht für die Verbraucher ist: Die Wasser- und Abwasserpreise in der Region liegen unter dem Landesdurchschnitt.
Darauf ist man bei den Zweckverbänden und dem Versorger, der GKU, stolz.

Altentreptow/Strasburg.Was haben Altentreptow, Anklam und Ueckermünde Städten wie Berlin, Dortmund oder Dresden voraus? Frank Strobel, Geschäftsführer der Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste, GKU, hat eine Antwort darauf. Die Menschen hierzulande müssen weniger für Wasser und Abwasser zahlen als in den Metropolen. „Frankfurt am Main als billigste Großstadt ist noch zehn Prozent teurer als der höchste Preis in einem Zweckverband bei uns“, sagt Strobel anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen der GKU in Strasburg. In den vier Zweckverbänden, für die die GKU die Betriebsführungsgesellschaft ist, liegen Wasser- und Abwasserpreise unter dem Landesdurchschnitt. „Und wir haben hier deutlich weniger Einwohner als anderswo. Es ist schon schwer, im ländlichen Gebiet die Preise stabil zu halten“, meint Frank Strobel. Dies sei aber trotz steigender Kosten, beispielsweise für Energie, im Wesentlichen seit 2001 gelungen. Die Preise seien immer wieder ein Gradmesser für den Versorger. Und da brauche die GKU den Vergleich nicht zu scheuen.
Auch die Wasserverluste würden sich auf konstant niedrigem Niveau bewegen, was wiederum den Bürgern zugute komme, so der Geschäftsführer. In den vergangenen 20 Jahren hat das Unternehmen, dessen Gesellschafter die vier Zweckverbände in Strasburg, Anklam, Ueckermünde und Demmin Altentreptow sind, 188 Millionen Euro investiert, rechnet Strobel vor. 50Millionen sind in den Ausbau des Wassernetzes, 138 Millionen in den Abwasserbereich geflossen. „Der Abwasserbereich war zu Beginn unserer Arbeit völlig unterentwickelt. Auch mit Fördergeldern ist hier vieles geschaffen worden“, betont der GKU-Chef. Das Unternehmen versorgt auf einer Fläche von 3080 Quadratkilometern acht Städte und 102 Gemeinden, zusammen rund
125 000 Einwohner.
„Damals ist ohne Beteiligung von außen diese reine kommunale Gesellschaft gegründet worden. Das war ein Novum in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt Norbert Raulin, Aufsichtsratschef der GKU. Die vergangenen 20Jahre hätten gezeigt, dass die Kommunen die Versorgung mithilfe der GKU alleine bewerkstelligen können. Das Unternehmen sichere eine zuverlässige Wasserver- und Abwasserentsorgung mit stabilen Preisen. „Es gibt keinen Grund, dies infrage zu stellen. Hände weg von Plänen zur Privatisierung in der Wasserwirtschaft“, meint Raulin in Bezug derartige Absichten der EU.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×