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Wer schüttet hier Müll neben den Spielplatz?

VonFred Lucius

Eigentlich soll der Brauhausberg in Strasburg ein schöner Platz für Kinder werden. Die AWO baut hier nach und nach einen Spielplatz auf. Doch einige „Müllentsorger“ interessiert dies offensichtlich nicht.

Strasburg.Thomas Gerling kann es nicht fassen. „Schauen sie sich das an“, sagt der Leiter des Strasburger AWO-Kinder- und Jugendhauses in der Thomas-Müntzer-Straße. Hinter dem Spielplatz und dem gerade angelegten kleinen Garten auf dem Brauhausberg haben Unbekannte ihren Müll entsorgt. Fernseher, eine alte Holztür, eine Bank, Stühle, sogar ein Altölkanister. Thomas Gerling weiß, dass dies nicht der erste Fall von illegaler Müllentsorgung ist. Bislang haben die „Entsorger“ ihren Dreck in die Kellerlucken des alten Brauhauses gekippt. Seitdem diese zugestellt wurden, landet der Abfall nun auf dem Gelände des AWO-Jugendhauses. Woher die Müll-Frevler kommen, darüber will der Leiter des Jugendhauses nicht spekulieren.
„Wir versuchen, für die Kinder hier einiges aufzubauen und auf die Beine zu stellen. Und dann so etwas“, sagt Thomas Gerling. Zudem: Offensichtlich wurde hier nicht nur Müll entsorgt. Auch einige Obststräucher im kleinen Garten sind verschwunden. Das Gelände auf dem Brauhausberg einzuzäunen, widerspreche dem Grundgedanken des Jugendhauses. „Das Areal soll offen bleiben, damit Kinder auch am Abend oder an den Wochenenden den Spielplatz nutzen können“, meint Thomas Gerling.
Dass es in Strasburg immer wieder illegale Deponien gibt, können Ordnungsamtsleiterin Anke Heinrichs und Stadtarbeiter Thomas Telzerow nicht bestätigen. „In der Stadt wird dreimal im Jahr Sperrmüll abgefahren. Diese Möglichkeit wird gut genutzt, um nicht mehr gebrauchte Gegenstände loszuwerden“, sagt Anke Heinrichs. Außerdem steht für die Entsorgung der Aballhof an der Fabrikstraße zur Verfügung. Hier können beispielsweise alte Fernseher und anderer Elektroschrott abgegeben werden, die bei der Sperrmüllabfuhr nicht mitgenommen werden. „Nach einer Sperrmüllabfuhr bleibt aber auch noch immer genug liegen, was dort nicht hingehört. Etwa drei bis vier Kubikmeter müssen wir danach wegräumen“, verdeutlicht Thomas Telzerow.
Für illegale Deponien auf Privat-Gelände oder auf Grundstücken von Vereinen wie dem auf dem Brauhausberg sei die Stadt aber nicht zuständig, sondern der Eigentümer, so Anke Heinrichs.

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