Nordkurier.de

Wo gibt es das: Freie Kneiper-Wahl!

Klaus Prinz ist nicht nur Penkuns Mitarbeiter in der Tourismusinformation, sondern zugleich Stadtführer. Geführte Stadtrund- gänge gibt erst seit dem Frühjahr. Auf einem Flyer wirbt die Stadt für dieses Angebot. [KT_CREDIT] FOTO: R. Marten
Klaus Prinz ist nicht nur Penkuns Mitarbeiter in der Tourismusinformation, sondern zugleich Stadtführer. Geführte Stadtrund- gänge gibt erst seit dem Frühjahr. Auf einem Flyer wirbt die Stadt für dieses Angebot. [KT_CREDIT] FOTO: R. Marten

VonRainer Marten

Das Penkuner Museumsdorf ist gerettet! Der Kultur- und Tourismusverein darf den Erlebnisbereich am Rande der Stadt weiterführen –
und bietet nun etwas ganz Besonderes.

Penkun.Tourismusmitarbeiter Klaus Prinz war sogar noch schneller als die Stadtvertreter: Er hatte das Werbeblatt für den neuen Träger schon entworfen, obwohl nicht klar war, wer das Museumsdorf führen wird. „Aber ehrlich: Wer hätte es sonst machen sollen?“, sagt er. Das Faltblatt wirbt mit der Grundaussage „Neu“ nicht allein für den jetzt eingeführten Stadtrundgang durch Penkun und die Penkuner Stadt- und Architekturgeschichte, sondern darüber hinaus auch für die Floßfahrt auf den Schlossseen und für Feiern in der „Siedlertenne“.
Die „Siedlertenne“ im Museumsdorf war bislang manch einem Penkuner Gastwirt ein Dorn im Auge. Sie witterten Konkurrenz. Denn kaum ein Gastwirt kann in seinen Räumen rund 80 Personen einen Sitzplatz bieten. Die „Siedlertenne“ kann es. Der Kultur- und Tourismusverein nimmt nun den Kritikern den Wind aus den Segeln und holt mit einem klugen Schachzug alle Gastwirte mit ins Boot: „Jeder Bürger kann über unseren Verein die Tenne im Freilichtmuseum für Feierlichkeiten aller Art mieten. Das Besondere: Der Gast wählt sich seinen Gastwirt alleine aus, stimmt mit ihm die gastronomischen Angebote und Leistungen ab,“ wirbt Bernd Netzel, Vorsitzender des Kultur- und Tourismusvereines dafür, die Räumlichkeiten vor den Toren der Stadt auch zu nutzen.
Der neue Träger des Museumsdorfes schickt eine weitere Penkuner Attraktion sofort wieder auf Fahrt: Das Floß. Vor Jahren in Dienst gestellt, dümpelte das Seefloß in der jüngeren Vergangenheit nur so vor sich hin. Repariert geht es jetzt wieder auf große Fahrt. Allerdings fordert der Verein eine Mindestgruppenstärke von 15 Personen, damit sich die Tour rechnet. Bis zu 32 Personen können an der zwei bis dreieinhalbstündigen Floßfahrt als Kaffeefahrt mit hausgemachtem Kuchen oder als Grillfahrt mit Kammsteak und Bratwurst teilnehmen.
Die Saison der Radfahrer, spätestens Pfingsten gestartet, führt derzeit täglich 20Radler auf dem Oder-Neiße-Radweg nach Penkun. „Im Juli und August wird sich diese Zahl mindestens vervierfachen“, weiß Klaus Prinz aus Erfahrung. Bis zu 50 Prozent der Radler übernachten in der Stadt. Richtig gefragt sind dabei das Gasthaus „Zum Greif“, die „Fahrradtankstelle“ und der „Ferienpark am Schlosssee“. Insgesamt stehen in der Stadt rund 80 Übernachtungsquartiere zur Verfügung.
Anlaufpunkt für die Reisenden – direkt, per Telefon oder Internet – ist immer wieder die Tourismusinformation im Torwächterhäuschen auf dem Schlosshof.
„Wir haben ab 8.30 Uhr
offen, legen um 11.45 bis 12.30 Uhr eine Mittagspause ein und sind dann wieder bis 18 Uhr vor Ort“, sagt Klaus Prinz. Nachgefragt werden immer die regionalen Sehenswürdigkeiten. „Ganz oben rangiert da natürlich das Schloss der Pommernherzöge, das täglich außer montags besichtigt werden kann. Wir empfehlen natürlich auch einen Abstecher ins Freilichtmuseum, zur Storkower Bockwindmühle oder dem Oldtimermuseum in Krackow.“

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×