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Zeit, dass endlich Geld in Bildung fließt!

Gerlind Neumann ist Vorsitzende der Schulkonferenz der Randow-Schule Löcknitz. Aus ihrer Sicht müssen sich dringend die räumlichen Bedingungen ändern, da im neuen Schuljahr 51 Personen – Schüler und Lehrkräfte – täglich das Gebäude der jetzigen Randow-Schule nutzen müssen.  FOTO: R. Marten
Gerlind Neumann ist Vorsitzende der Schulkonferenz der Randow-Schule Löcknitz. Aus ihrer Sicht müssen sich dringend die räumlichen Bedingungen ändern, da im neuen Schuljahr 51 Personen – Schüler und Lehrkräfte – täglich das Gebäude der jetzigen Randow-Schule nutzen müssen. FOTO: R. Marten

VonRainer Marten

Lernen in einem fast baufälligen Haus –
das geht nicht. Diese Auffassung vertritt
Gerlind Neumann, Vorsitzende der Schulkonferenz der Randow-Schule Löcknitz.
Sie hat mit großem Interesse die Schulserie in der Pasewalker Zeitung verfolgt – und ist wütend geworden.

Löcknitz.„Als Vorsitzende der Schulkonferenz der Randow-Schule Löcknitz möchte ich der Redaktion danken, dass dieses schon lange bestehende Problem der Räumlichkeiten und der maroden Zustände der Randow- Schule endlich in den Schlagzeilen erscheint. Dabei hoffen alle Eltern, dass nun der Landkreis Vorpommern-Greifswald als einer der zuständigen Träger endlich etwas unternimmt!“, schreibt Gerlind Neumann. Die Randow-Schule kämpft bereits seit sechs Jahren um bessere bauliche Bedingungen und die Erweiterung der Schule für die Kinder und Jugendlichen mit Handicap. Trotz vieler Schulkonferenzen, Treffen mit der Unfallkasse Schwerin, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) und den Verantwortlichen des Landkreises sei nichts passiert. „Ich muss sagen, dass ich den Eindruck habe, dass der Landkreis absichtlich auf Zeit spielt. Hier handelt es sich ja ,nur‘ um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Das Gymnasium wird überall hervorgehoben, und vor diesem Hintergrund bleiben alle anderen Schulen zurück“, meint Gerlind Neumann.
Erstmals wird die Randow- Schule 2013/1436 Schüler beschulen. Es werden Gespräche mit Eltern geführt, Pasewalker Schüler, die bereits seit mehreren Jahren die Randow-Schule besuchen, in die Schule nach Ferdinandshof zu schicken. Sollten Umsetzungen nicht erfolgen, dann werden 2013/14 tatsächlich 51 Personen in diesem kleinen, fast baufälligen Nachkriegsgebäude lernen und arbeiten. „Dieser Zustand ist unhaltbar und seitens der Eltern inakzeptabel. Damit der Landkreis nicht wieder schlafen geht, muss das Thema öffentlich bleiben!Der Landkreis versucht sich hier aus der Verantwortung zu stehlen“, sagt Gerlind Neumann. Sollte über die Pomerania eine Unterstützung möglich sein, wäre es aus der Sicht der Schulkonferenz toll.
Ärgerlich wurde die Vorsitzende der Konferenz auch, als sie unsere Schulserie weiter verfolgte: „Ich traute meinen Augen nicht, als ich las:Wollen die anderen Löcknitzer Schulen in den kommenden Jahren den Stand erreichen, den das Gymnasium heute hat, dann müssen sie den deutsch-polnischen Gedanken leben. Jede Schule kann selbst prüfen, wie weit sie ist. Wo kommt diese voreingenommene Aussage her? Seit vier Jahren pflegt die Randow-Schule eine Partnerschaft zu einer polnischen Schule mit gleichem Förderschwerpunkt in Tanowo. Gemeinsam haben beide Schulen schon viele Projekte organisiert!“
Und zu dem Serienthema „Wir fördern und fordern! Blick in die Randow-Schule“ (Pasewalker Zeitung vom
8./9. Mai) merkt sie an: „Die Randow-Schule fördert bereits vier polnische Schüler und wird 2013/14 ein weiteres Kind einschulen. Der Schulleiter, Herr Belz, machte gegenüber der Schulkonferenz nochmals deutlich, dass eine Beschulung von 36 Schülern und ohne Hilfe von außen die Schularbeit in ihrer bisherigen Qualität nicht mehr gewährleistet werden kann. Das sollte den Verantwortlichen im Landkreis wirklich zu denken geben! Trotz all dieser Widrigkeiten leisten alle Mitarbeiter der Randow-Schule eine hervorragende Arbeit. Unsere Kinder gehen gern in die Schule, und wir wollen, dass das auch so bleibt. Und darum müssen die Bedingungen – auch mit Hilfe der Öffentlichkeit – verändern.“

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