
| Brand |
von Claudia Marsal
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Anwohner Ernst Fischer kneift ärgerlich die Augen zusammen. „Es kann doch nicht sein, dass man direkt hinters Wohngebiet so ein großes Solarfeld setzt und dann keinen Havarieplan hat...“ Der Prenzlauer hatte sich gegen 14 Uhr aufs Rad geschwungen, als er Feuerwehr und Polizeifahrzeuge zum Igelpfuhl rasen sah. Dort waren kurz zuvor dicke Rauchschwaden auf dem benachbarten Solarfeld gesichtet und der Leitstelle gemeldet worden. Doch vor Ort scheint guter Rat teuer zu sein. Die Retter kommen nicht an das brennende Trafohäuschen heran. Die Furcht, dass es eine Explosion geben könnte, ist greifbar. Die zuerst eingetroffenen Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr müssen tatenlos stehen bleiben. „Kontrolliert abbrennen lassen“, ist die erste Order von Einsatzleiter Sven Lipinski. Auch ihm steht die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Wenig später treffen seine Kollegen ein – mit Dutzenden ABC-Pulverlöschgeräten an Bord. Carmen Bendorf gehört mit Nadine Hartkopf und Madlen Braul zu den weiblichen Kameraden, die sich unerschrocken dem Brandherd näher. Lipinski und die stellvertretende Wehrführerin Sandra Hidde haben derweil schon erkundet, dass nur die Wechselrichter entflammt sind, das Trafohäuschen an sich aber nicht gefährdet zu sein scheint. Stadtbrandmeister Sven Wolf zufolge ist der Einsatz der erste auf einem Solarfeld. Er schimpft, dass es keine Gelegenheit gegeben habe, schnell auf die Anlage zu gelangen. In der juwi-Zentrale in Wörrstadt hat man am Nachmittag noch keine Kenntnis von dem Vorfall, sagt aber eine Stellungnahme zu.
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