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60 Jahre später geht Gesprächsstoff nicht aus

1953 verließen sie als 8.Klässler die Scholl-Schule. Erst 40 Jahre später sahen sie sich wieder. Nun sind es schon 60 Jahre, dass sie die Geschwister-Scholl-Schule (Foto oben) verließen.[KT_CREDIT] FOTOs:MS
1953 verließen sie als 8.Klässler die Scholl-Schule. Erst 40 Jahre später sahen sie sich wieder. Nun sind es schon 60 Jahre, dass sie die Geschwister-Scholl-Schule (Foto oben) verließen.[KT_CREDIT] FOTOs:MS

Was sollte kein Prenzlau-Besucher verpassen? Natürlich die Landesgartenschau zwischen Stadtpark und Unteruckersee. Kein Wunder, dass die Damen und Herren des 1953er Abgangsjahrgangs der Geschwister-Scholl-Schule auch beim Rundgang über das blühende Gelände anzutreffen waren.

„Wir sind eine Gemeinschaft“, stellt Otto Schütt klar, einer der Hauptorganisatoren der jährlichen Klassentreffen. Das war nicht immer so. Als die Kinder von Jahrgang 1938 und ‘39 die damalige Geschwister Scholl-Schule im Neustädter Damm verlassen hatten, ging jeder seinen Weg. Manche machten Abitur, viele nahmen eine Lehre auf. Und aus allen sind tüchtige Leute geworden: Tischler und Maschinenschlosser, Ingenieure und Lehrer, Bürokauffrauen und Kaufleute. Familien wurden gegründet, manch einer verließ die Stadt – sie verloren sich aus den Augen. Doch die Heimat vergass kaum einer. Als sie sich vier Jahrzehnte später wiedertrafen, stand fest, dass es weitere Klassentreffen geben wird. Vor allem Erika Heyking (geborene Ernst) sorgte mit Elisabeth Kappel und Barbara Sievert – die es nach Berlin verschlagen hatte – fortan für die Fortsetzung.

Am Freitagabend saßen sie wieder an festlicher Tafel im „Italiener“ Fischerstraße. Großes Hallo setzte ein, als sogar die – krank gemeldeten – Duisburger eintrafen: Helma (geborene Kühl) und ihr Mann Heinz Franze. „Wir haben uns daraus einen Scherz gemacht, weil wir gerade erst von einer anderen Reise zurück sind“, verriet der Architekt dem Uckermark Kurier. Er hatte vor zwei Jahren das erste Mal den Weg nach Prenzlau gemacht und ist seitdem begeistert von der Stadt und der Atmosphäre in dieser Gruppe. Der ging im dicht gefüllten Zweitagesprogramm mit Fototermin an der Scholl-Schule und Kaffeepause am „Kap“ der Gesprächsstoff nicht aus.

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