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700 bei aleo setzen auf Lösung

Der Negativtrend in der aleo solar AG setzt sich fort. In den ersten drei Monaten dieses Jahres erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 31,1 Millionen Euro, vermeldet das Unternehmen aus seinem Hauptgeschäftssitz in Oldenburg und erklärt: Der Umsatz gegenüber dem ersten Vorjahresquartal mit 74,6 Millionen Euro sei um 58,3 Prozent gesunken. Auch der Aktienwert verlor 1,35 Euro; im Vorjahresdrittel waren es 0,63 Euro.
Damit werden die Schatten länger, die auf dem Oldenburger Unternehmen seit dem Ausstieg des Bosch-Konzerns aus der Photovoltaik liegen. Der Stuttgarter Konzern hatte Ende März dieses Jahres die lange erwartete Entscheidung gefällt, sich vom Geschäftsfeld kristalline Photovoltaik zu trennen, der Uckermark Kurier berichtete. Zugleich räumte er der Oldenburger Firma und damit dem Hauptwerk in Prenzlau eine Gnadenfrist von einem Jahr ein. Während andere Unternehmen, an denen Bosch ähnlich wie bei aleo solar Anteile erwarb, sofort geschlossen werden, soll bis Januar 2014 ein Käufer für aleo solar gefunden werden. Sonst droht dem Unternehmen das endgültige Aus.

Die Geschäftsleitung bleibt optimistisch. So sieht Vorstandsvorsitzender York zu Putlitz „gute Chancen, unser Geschäft im US-Markt auszubauen“. Seit Jahresbeginn bietet aleo solar dort ein Finanzierungspaket für Photovoltaikanlagen vor allem privater Häusle-Bauer an. Außerdem bekundet der Vorstandschef, die europäischen Marktanteile halten oder steigern zu wollen. Dennoch rechnet die aleo solar AG im Jahresverlauf sowohl im deutschen als auch internationalen Geschäft mit einer verhaltenen Nachfrage.

Das sorgt im Prenzlauer Stammwerk nicht gerade für Motivation. Rund 700 Frauen und Männer setzen dort nach der letzten Monate dauernden Kurzarbeit darauf, dass das Unternehmen trotz aller Schwierigkeiten eine Lösung findet.

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