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Angler mit Handicap ziehen Fisch an Land

In Kürze soll das Schild angebracht werden. Menschen mit Behinderung sollen am Gloede-Steg einen Angelplatz vorfinden.[KT_CREDIT] FOTO: Gerald Bahr
In Kürze soll das Schild angebracht werden. Menschen mit Behinderung sollen am Gloede-Steg einen Angelplatz vorfinden.[KT_CREDIT] FOTO: Gerald Bahr

Von unserem Redaktionsmitglied
Gerald Bahr

Der Anrainerverband Uckerseen e.V. hat eine gute Nachricht für Menschen mit Behinderungen: Am Gloede-Steg sollen sie nach einer Initiative bevorzugt ihre Ruten auswerfen können.

Prenzlau.In welchen Amtsbereich die Steganlagen Röpersdorf und „Am Kap“ fielen, fragte Wolfgang Frenz, stellvertretender Vorsitzender des Kreisanglerverband-Prenzlau e.V. auf der Jahreshauptversammlung des Anrainerverbandes Uckerseen aus gutem Grund. „Wir würden gerne die Steganlagen am Unteruckersee als Angelplätze für Menschen mit Behinderungen nutzen“, erklärte er.
Am Gloede-Steg zeigt eine Initiative des Kreisanglerverbandes, als solcher Mitglied im Anrainerverband, in Kürze ihre Wirkung, wie Bürgermeister Hendrik Sommer auf der Versammlung des Anrainerverbandes für die Stadt Prenzlau bestätigte. Am Gloede-Steg soll Angeln für Menschen mit Behinderungen ermöglicht werden. „Das Schild dafür wird in Kürze angebracht werden“, sagt Sommer. Ihn von der Idee zu überzeugen, sei sehr schnell gegangen, erzählt Wolfgang Frenz. „Es ist ja auch eine schöne Idee“, so Hendrik Sommer. Die gute Lage und vor allem der gute Ausbau der Anlage sei eine ideale Stelle dafür, erklärt Wolfgang Frenz. „Wer zuerst kommt, angelt zuerst“ solle durch die neue Regelung an dieser Stelle nicht funktionieren, um eben Behinderte nicht zu benachteiligen. „Das heißt natürlich nicht, dass Menschen ohne Behinderung nicht erwünscht sind. Behinderte sollten nur den Vorrang haben“, so Frenz.
Die Idee an anderen Steganlagen, beispielsweise bei Röpersdorf und „Am Kap“ umzusetzen, sei als Nächstes auf der Agenda des Kreisanglerverbandes, so Frenz. Dies sollte aber nicht den beruflichen Schifffahrtsverkehr beeinträchtigen, hieß es auf der Anrainer-Versammlung.

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g.bahr@nordkurier.de

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