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Brautmutter ist sauer

Eigentlich müsste Marlies Fischer im siebenten Himmel schweben. Ihre Tochter Stefanie heiratet im August, und sie selbst geht in ihrer Rolle als Brautmutter total auf. Doch jetzt ziehen dunkle Wolken am Hochzeitshimmel auf. Die Mittenwalder haben nämlich erfahren, dass der Platz vor dem Rathaus, in welchem sich das Prenzlauer Standesamt befindet, zurzeit nicht befahren werden kann. Poller machen eine Passage unmöglich, weil er als Vorplatz für die Landesgartenschau genutzt wird, hier also reger Fußgängerverkehr im Bereich der Kassenhäuschen herrscht. Ausnahmen werden nicht gemacht, das bekam Familie Fischer aber leider erst Monate nach der Anmeldung zu erfahren. „Hätten wir das gewusst, wäre unsere Wahl auf ein anderes Standesamt gefallen“, sagt die Uckermärkerin. Jetzt habe man aber in der Kreisstadt schon alle Gebühren entrichtet und Formalitäten abgewickelt. Ein Zurück wäre müßig und vermutlich auch teuer. „Sauer sind wir aber trotzdem.“
In der Stadtverwaltung bedauert man den Zustand, aber er werde sich auch nach Ende der Landesgartenschau nicht maßgeblich ändern, sagt Sprecherin Alexandra Martinot. Denn so viel Stellfläche wie vor dem Umbau werde es nicht mehr geben. Hochzeitsgesellschaft müssen sich also auch perspektvisch einen anderen Parkplatz für die Autos ihrer Gäste suchen müssen. Die Stadt bietet an, zu diesem Zweck Stellflächen in der benachbarten Hospitalstraße zu sperren. Dafür fallen dann aber Extrakosten an.

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