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Chorleiter in Berlin gestorben

VonOliver Spitza

Rudi Pickel (1922-2013) war Lehrer und Chorleiter an der Puschkin-Oberschule und Chef der Volksmusikschule.

Prenzlau.Vor wenigen Tagen ist der Chorleiter des ehemaligen Prenzlauer Puschkin-Chores, Rudi Pickel, in Berlin verstorben. Wie Gymnasiallehrer Jürgen Theil, Vorsitzender des Uckermärkischen Geschichtsvereins, in seinem Stadtlexikon schreibt, wurde Rudi Pickel 1922 geboren. Er war seit dem 1. September 1948 als Lehrer für Geschichte und Musik an der Prenzlauer Oberschule tätig, wo er Chorleiter des Puschkin-Chores wurde. Der Chor erhielt am 3. Juni 1949 eine Auszeichnung als „Bester Schulchor der Ostszone“. Ursprünglich hatte es an der Oberschule nur einen Mädchenchor gegeben, Pickel erweiterte diesen zu einen gemischten Chor.
Am 23. September 1950 gab Rudi Pickel den Lehrerberuf auf und studierte an der Hochschule für Musik in Berlin. Danach übernahm er als Leiter das Staatliche Dorfensemble Neetzow in Mecklenburg und ab 1. September 1953 die Prenzlauer Volksmusikschule. Innerhalb kürzester Zeit konnte hier die Schülerzahl von 138 auf 226 gesteigert werden. Im gleichen Jahr wurde auf Pickels Initiative ein „Ensemble der Dorfjugend“ gegründet. Später wurde Pickel die Leitung des Orchesters des in Berlin-Biesdorf beheimateten Erich-Weinert-Ensembles, des professionellen Künstlerensembles der NVA, übertragen.
Jürgen Bischof hat für ein Buchprojekt in den letzten Monaten noch sehr intensive und interessante Gespräche mit Rudi Pickel über dessen Chorarbeit in Prenzlau geführt. Rudi Pickel starb am 25. März 2013.

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