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Dachstuhl ist vollendet

VonMonika Strehlow

Bei Alarm rennen die Feuerwehrleute von Fürstenwerder durch den ganzen Ort. Das soll sich bald wieder ändern. Im September wird das neue Haus eingeweiht werden, verspricht die Gemeinde.

Fürstenwerder.Dringend warten die sieben aktiven Feuerwehrfrauen und ihre elf männlichen Kollegen auf den Einzug ins neue Feuerwehrhaus. Denn mit dem Start des Anbaus im Herbst mussten Ausrüstung und beide Fahrzeuge ausgelagert werden. „Bei Alarm rennen wir durch den ganzen Ort und holen alles zusammen. Trotzdem brauchen wir nicht länger als fünf Minuten“, schildert lächelnd Roswitha Schmegner dem Uckermark Kurier auf dem Richtfest.
Seit Donnerstagnachmittag kündet ein grüner Kranz mit weißen und roten Bändern auf dem First davon, dass mit dem neuen Dachstuhl ein erster wichtiger Abschnitt des Baus vollendet ist.
Die nächsten Arbeiten werden zügig vorangehen, ist sich Bürgermeisterin Sylvia Klingbeil sicher. Sie freut sich, dass mit dem Hauptauftragnehmer, der Prenzlauer Firma Jörg Quass, mit dem Heizungsbau Asmus in Grünow und der Elektrofirma Frank Bogatz aus Klein Sperrenwalde vor allem heimische Firmen zum Zuge kommen. Und sie verkündet, dass auch die Maler-, Putz- und Außenanlagen an einen Fürstenwerder Handwerker vergeben werden.
Über 178 000 Euro bringt die Gemeinde Nordwestuckermark auf, um der Ortsfeuerwehr bessere Bedingungen zu schaffen, berichtet die Bürgermeisterin. Dank der Zuwendungen aus EU- und Landesfördertöpfen kann die auf knapp 319 000 Euro veranschlagte Investition umgesetzt werden. Auch für Gemeindebrandmeister Steffen Münn geht damit ein großer Wunsch in Erfüllung. „Mit diesem Gerätehaus schließt sich der Kreis der Modernisierung unserer acht Ortswehren.Das zeigt, es lohnt sich auch heute noch zu träumen.“
Sogar für Kreisbrandmeister Wolfgang Loose schließt sich ein Kreis. Als Sohn dieses Dorfes war er seit 1972 als junger Brandschutzhelfer dabei – und hat den Blaurock seitdem nicht mehr abgelegt. Nun ist er voller Stolz, dass sich sein Heimatdorf in Zeiten schmaler Kassen noch solch einen Mehrzweckbau leisten kann.
Vier Jahre nach Loose fand Roswitha Schmegner zu den Kameraden und ist damit die erfahrenste, aktive Feuerwehrfrau in Fürstenwerder. Selbst zu Wendezeiten blieben die Damen der Wehr treu, berichtet sie.
Doch wie überall drücken auch hier Sorgen, genügend Nachwuchs heranzuziehen. Nun wächst die Hoffnung, dass sich junge Leute von den künftig besseren Bedingungen überzeugen lassen. Wenn im September Einzug gefeiert wird, dann gibt es nicht nur Umkleide- und Vereinsraum, sondern zum Beispiel auch endlich für die Frauen eine eigene Toilette.

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m.strehlow@uckermarkkurier.de

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