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„Das hier wird kein Minusgeschäft“

Das nennt man Liebe zum Beruf – Monika Herzel (rechts) aus Gera ist für die Dauer der Landesgartenschau nach Prenzlau gezogen. Die 63-Jährige betreut hier den Stand von „Lemo Gartendesign“ aus Willich. Im vergangenen Jahr hatte es die Thüringerin aus eben diesem Grund schon nach Bamberg verschlagen, sie zieht der Arbeit immer hinterher. Zum einen, weil es ihr Spaß mache, aber auch aus finanziellen Erwägungen, verriet die Frau am Rande. Links: Chefin Gloria Thurm.
Das nennt man Liebe zum Beruf – Monika Herzel (rechts) aus Gera ist für die Dauer der Landesgartenschau nach Prenzlau gezogen. Die 63-Jährige betreut hier den Stand von „Lemo Gartendesign“ aus Willich. Im vergangenen Jahr hatte es die Thüringerin aus eben diesem Grund schon nach Bamberg verschlagen, sie zieht der Arbeit immer hinterher. Zum einen, weil es ihr Spaß mache, aber auch aus finanziellen Erwägungen, verriet die Frau am Rande. Links: Chefin Gloria Thurm.

Jahrelang hatten die Prenzlauer diesem Tag entgegengefiebert und dann war er plötzlich da. Eingeläutet noch mit Sonnenschein schickte sich der Sonnabend zunächst an, ein würdiges Datum für die Eröffnung der Landesgartenschau zu werden. Doch man sollte sich nie zu früh freuen. Denn am Vormittag begann es dann schon zu tröpfeln und spätestens als Bühnenstars und Prominenz die Freilichtbühne betraten, ging der erste Regenguss vom Himmel herunter.
So richtig schön wurde es dann den ganzen Tag nicht mehr. Aber die Gäste zeigten sich davon weitgehend unbeeindruckt. Die meisten hatten sowieso vorgesorgt und Schirme mitgebracht. Alle anderen flüchteten in den „Kurgarten“ oder unter diverse Überdachungen, wenn Petrus mal wieder seine Schleusen öffnete.
Die Laune ließen sich die Besucher jedenfalls nicht vermiesen. Schließlich hatte ihnen der Landesvater Matthias Platzeck persönlich Mut gemacht. Der Ministerpräsident sorgte mit seiner kurzen Rede für Erheiterung. Spätestens als er in Anspielung auf das Flughafendebakel in Berlin sagte, dass das zweite große Projekt glücklicherweise in einer Gegend angesiedelt sei, wo so etwas gelinge, hatte er die Anwesenden auf seiner Seite. Landrat Dietmar Schulze versicherte ebenfalls, dass die LAGA 2013 keinesfalls ein Minusgeschäft werden könne, Prenzlau sei ein würdiger Ausrichtungsort. Das hörten Bürgermeister Hendrik Sommer und LaGa GmbH-Geschäftsführer Christian Hernjokl sicher gern, auch wenn ihre Anspannung vermutlich erst am späten Abend nachgelassen haben dürfte. Dann, als der letzte Besucher vom Platz war.

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