
| Freizeit |
von Oliver Spitza
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„Wasser kennt keine Grenzen“ – unter diesem Motto steht eine von der Pomerania unterstützte Projektwoche im Naturerlebnis Uckermark. Jeweils zehn polnische Kinder aus Cedynia in der Wojewodschaft Westpommern und zehn Kinder aus der Uckermark gehen dabei gemeinsam auf Erkundungstour. Zum Auftakt stand gestern der Bau eines Floßes auf dem Unteruckersee auf dem Programm. Manfred Schöttler und sein Sohn Steffen vom Flößerverein Lychen hatten große und kleine Stämme per Lkw mitgebracht und an der Badestelle gegenüber dem Uckerstadion abgeladen. Dann wurde gehämmert und gehauen, am Ende schwammen zwei große Flöße auf dem See und die Kinder konnten auf Entdeckungsfahrt gehen.
Vereinsvorsitzender Manfred Schöttler erzählte dabei die Geschichte der Flößerei. So hätten Stettin und Berlin vor 300 Jahren jeweils 10000 Einwohner gehabt. Stettin sei der Hafen für Berlin gewesen, König Friedrich II. habe mit seinem umfangreichen Kanalbau die Verbindung der preußischen Metropole zu den Seehäfen und anderen Flüssen sichergestellt. Das meiste Holz, aus dem Berlin gebaut worden ist, sei über die Weichsel und Oder herangeschafft worden. Und das eben per Floß. 4,50 Meter breit und gut 20 Meter lang seien diese gewesen (in Abhängigkeit von den Schleusengrößen), zehn bis 15 Flöße hintereinander seien von den Schleppern gezogen oder per Muskelkraft getreidelt worden. Dreilagig lagen die großen Stämme übereinander, die Flöße hätten so eine Wassertiefe von bis zu einem Meter gehabt.
Am Nachmittag bauten die acht- bis zwölfjährigen Kinder dann selbst noch Miniaturflöße mit Segel und ließen sie stolz zu Wasser.
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