
| Bürgerinitiative |
von Claudia Marsal
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Weiße Nelken waren es, mit denen gestern an den unsinnigen Tod von Marinus S. erinnert wurde. Der junge Mann war vor zehn Jahren brutal erschlagen worden, die Täter kamen aus seinem Umfeld im Heimatort Potzlow. Und weil das quasi vor den Toren der Stadt liegt und Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung immer noch nicht ganz gebannt sind, wurde gestern in der Friedrichstraße zum Toleranztag eingeladen.
Ab 14 Uhr versammelte das Bündnis Tolerantes Prenzlau demokratische Kräfte um sich. Es präsentierten sich in der Bummelmeile neben etablierten Parteien auch die Kirche und Vereine. Den Auftakt gaben die Trommelfrauen von der Blumen-Group. Dem Nieselregen trotzend suchten die Akteure das Gespräch mit den Passanten, die vermutlich des Wetters wegen leider nicht ganz so zahlreich wie erhofft erschienen. Unterstützt wurde die vom Toleranzbündnis initiierte Aktion auch von der Stadt Prenzlau sowie dem Mobilen Beratungsteam Tolerantes Brandenburg. „Es ist ja noch immer so, dass viele Menschen im Alltag ausgegrenzt werden“, bestätigte Anne-Frieda Reinke. Die 19-Jährige ist Sprecherin des Prenzlauer Toleranzbündnisses und war in dieser Funktion maßgeblich an der Vorbereitung der gestrigen Aktion beteiligt. „Wir wollen mit anderen über das Anderssein und Weltoffenheit ins Gespräch kommen, wir wollen für Probleme sensibilisieren“, sagte die junge Frau, die mit dem Abi in der Tasche zurzeit auf den Beginn ihres Lehramtsstudiums wartet, im Gespräch mit der Heimatzeitung. Am Abend wurde noch mit einer Veranstaltung im Kloster an Marinus S. erinnert.
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