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Die Zwerge halfen ihm in einer schweren Zeit

Wer elf Kinder großgezogen hat, der kann ganz sicher aus einem reichen Fundus an Anekdoten schöpfen. Denn meist sind es ja die kleinen Geschichten am Rande, die am meisten über die Eigenarten des Nachwuchses aussagen.
Gerhard Deutschmann fiel es daher auch gar nicht schwer, in seinem ersten Buch „Die Zwergenfamilie“ jedem seiner Söhne und Töchter einen eigenen Kobolt zuzuordnen.
Der 75-Jährige hat die Figuren so treffend charakterisiert, dass sich die Erwähnten sofort wiedererkannten.
„Meine Familie hat beim Lesen einen Heidenspaß gehabt und drängt seitdem, dass es eine Fortsetzung der Zwergengeschichten gibt“, freut sich der Rentner.
Er ist schon feste dabei. Teil 2 liegt bereits als Manuskript im Schreibtisch, Teil 3 ist in Planung.
Und Gerhard Deutschmann ist wieder voller Hoffnung. Dabei hatte es vor nicht allzu langer Zeit fast so ausgesehen, als könnte er den Erfolg seines Erstlingswerks nicht mehr miterleben.
Kurz nachdem er den Vertrag mit seinem Verlag gemacht hatte, war der ehemalige Kfz-Offizier der NVA nämlich an Krebs erkrankt. Die Diagnose traf ihn hart. Alle Gedanken ans Autorendasein rückten erstmal in den Hintergrund. Vermutlich auch, weil er schon seine zweite Frau an die tückische Krankheit verloren hatte. Der Prenzlauer verfügte plötzlich über keine Kraft mehr für die Schriftstellerei, zumal der Tumor nach einiger Zeit wiederkam und langwierige Bestrahlungen notwendig machte.
Doch der elffache Vater nahm den Kampf auf, vielleicht auch, weil die „Zwerge“ darauf warteten, von ihrem „Vater“ promotet zu werden.
Schließlich hatte dieser mit seinem Eigenkapital und der großzügigen Unterstützung vom Pflegedienst Dirk Weise Tausende Euro Vorfinanzierung geschultert. Ingesamt 10 000 Exemplare des Büchleins warteten jetzt darauf, an den Mann gebracht zu werden. Gerhard Deutschmann musste ganz einfach wieder auf die Beine kommen. Und er kam.
Die ersten Lesungen hat der Kreisstädter schon absolviert. Für weitere Termine wäre er offen, wie der Rentner sagt. Wer Interesse daran hat, der kann sich gern bei ihm melden. Das Buch richtet sich an Kinder im Alter ab sechs Jahre und ist direkt bei ihm oder aber über den Internethandeln Amazon zu bekommen.Telefon: 03984 879885

Kontakt zum Autor
c.marsal@uckermarkkurier.de

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