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Diebe plündern Bienenwagen

Langfinger scheinen vor nichts mehr zurückzuschrecken. Jetzt vergreifen sie sich schon am Bienennachwuchs. Lange hatte sich Imker Hermann Maendle auf das erste, Ertrag versprechende Honigschleudern gefreut. Doch daraus wurde am Montag nichts, wie der Hohengüstower dem Uckermark Kurier tags darauf zeigte.
„Aus zwei Kästen mit den am stärksten entwickelten Brutwaben haben sie fünf bis sechs Waben samt der Bienen mitgenommen. Das wirft mich um etwa vier Wochen zurück“, ärgert sich Maendle. Zudem er heute nur noch acht Völker hält. Seine Imkerexistenz sei zwar nicht bedroht, so der Senior. Aber viele Mühen wurden zunichte gemacht. Und das ausgerechnet jetzt, wo die Rapsblüte begonnen hat, die ringsum auf den Feldern gelb leuchtet.

Ihm ist schleierhaft, wie die Diebe ohne Spuren zu hinterlassen überhaupt hineinkamen. Denn nachdem seine Frau schon so oft gemahnt hatte, war die Tür des Wagens wirklich abgeschlossen, beteuert er. Dennoch: Das Gefährt steht mitten in der Feldflur, abseits von belebten Straßen. Das verringert die Gefahr, auf frischer Tat erwischt zu werden. „Vielleicht sind sie durch die Dachluke hineingekommen“, zeigt
Maendle nach oben. Dann allerdings hätten die dreisten Ganoven mehr als schlank sein müssen.
Er glaubt nicht, dass die Einbrecher auf den Honig aus gewesen sind. Denn verschwunden sind ausschließlich Brutwaben, mit den mit Eiern bestückten Waben und den Jungbienen. Und auch die Königinnen fehlen. Legal vom Imker erworben, kostet solch ein Immen-Volk rund 100 Euro. „Vermutlich hat sich jemand meine Bienenvölker auf ganz billige Weise ergaunert“, schlussfolgert er und appelliert an seine Imkerkollegen, wachsam zu sein.
 

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