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Diese Blumen verwelken nicht

Auch wenn so langsam der Frühling dem ohnehin schon sehr langen Winter das Wasser abgräbt, so wird es, hoffentlich nicht zu bald, auch wieder kälter. Den ungefähr mannshohen Skulpturen, die den Platz vor dem Rathaus in Prenzlau schmücken, können Frost und Kälte nichts ausmachen. Sie sind aus Aluminium, ihre Blumenkästen, das Fundament, sind aus Edelstahl, erklärt Michael Steinland, Projektleiter der Landesgartenschau (LAGA). Die Skulpturen, die auf den Wiesen stehen, haben ein eigenes Fundament. Nachhaltig eben, auch nach der LAGA.
Die Insgesamt 102 Skulpturen – abstrakte Mohnblumen, um genauer zu sein – sollen eine Art Übergang zwischen dem Seepark und dem Stadtpark darstellen. „Der Mohn soll ein Sinnbild für die LAGA sein. Darum ist er auch auf Flyern und Plakaten zu sehen“, sagt Michael Steinland. Auch wenn es nicht die seltenste Blume bei der Gartenschau sei, ein hoher Wiedererkennungswert habe im Vordergrund gestanden, als es darum ging, die Skulpturen zu entwerfen.
Das wurde vom Atelier Orangenhain übernommen. Agnes Gramming-Steinland gestaltete die Skulpturen bewusst ein wenig abstrakter, vom Jugendstil abgeleitet, wie sie sagt. Die Erinnerung an die vielen Felder mit Mohnblumen, die sie sah, als sie vor ungefähr 20 Jahren in die Uckermark zog, hätten sie inspiriert. Kunst liege natürlich immer im Auge des Betrachters. „Wer in den Skulpturen vielleicht nicht sofort eine Mohnblume erkennt, sondern eine Blüte: Das ist doch schön und das Interessante an Kunst“, meint die Künstlerin. Der Fantasie der Betrachter sollten durch eins zu eins nachgestaltete Skulpturen nicht unnötige Grenzen gesetzt werden.
Wer es schafft, die Augen von den Mohnblumen abzuwenden, sieht noch eine andere gute Neuigkeit: Das Kartenhäuschen für die LAGA steht. Am Sonnabend, rechtzeitig zur Eröffnung, wird es besetzt sein, wie Matthias Bruck, Pressesprecher der LaGa 2013 GmbH, mitteilt. Jeden Tag von 9 bis 18 Uhr wird es geöffnet sein, natürlich auch am Wochenende. Zusammen mit ermäßigten und den zum regulären Preis erhältlichen Dauerkarten, wurden bisher über 8000 Stück verkauft, bilanziert Matthias Bruck.

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