Nordkurier.de

Echnaton besteigt seinen Thron in der Naturschule

Sogar Echnaton hatte von der Projektwoche der Prenzlauer Naturschüler gehört und machte sich auf die Reise in die Uckermark. [KT_CREDIT] FOTOs (3): Ann-Katrin Kingel
Sogar Echnaton hatte von der Projektwoche der Prenzlauer Naturschüler gehört und machte sich auf die Reise in die Uckermark. [KT_CREDIT] FOTOs (3): Ann-Katrin Kingel

VonAnn-Katrin Kingel

Was hat es mit den Mumien im alten ägyptischen Reichauf sich? Und wie kommen die Pharaonen an den Uckersee? Ganz einfach: Grundschüler haben sie auferstehen lassen und bereiten ihnen einen würdigen Empfang.

Prenzlau.„Ihr habt mir mein Zepter noch nicht gegeben“, ruft die kleine ägyptische Mumie in ihrem selbstgebastelten Grab. Eine verkleidete Lehrerin springt schnell herbei und bringt ihr natürlich ihr Zepter und setzt ihr eine Maske auf. „Danke, jetzt bin ich dann mal tot“, sagt die Mumie zufrieden und legt sich still hin. Die Mädchen und Jungen an der Naturschule haben jede Menge Spaß bei ihrer Projektwoche. Diesmal geht es um das Thema „Ägypten“.Nicht zuletzt hat Nofretete in der Berliner Ausstellung dazu die Idee geliefert.In derProjektwoche beschäftigten sich Lehrer und Grundschüler mit dem alten Ägypten, der Relegion, dem Glauben und dem Alltag damals und bereiteten ihren „großen Tag“ vor.
„Es ist immer etwas anderes“, erzählt die elfjährige Lerato, die gerade aus der Totenhalle krabbelt. „Wir machen alles selbst, ob es nun die Kostüme sind, die Bühnenbilder oder Masken“, betont das Mädchen. „Wir waren auch schon mal im Mittelalter, im Zirkus und in vielen anderen Zeiten und Orten“, verrät Ronja. Die Zehnjährige freut sich mit Lerato riesig auf die tollen Stationen, die am Morgen aufgebaut wurden. Es gibt einen Stand für wissenschaftliche Untersuchungen, einen zum Spielen, ein Zelt fürs Verkleiden und vieles mehr. An einem Tisch sitzen auch fleißige Schreiber, die auf Papyrus die Namen der Pharaonen schreiben.
Kristin Mehner betreut die Station „Die Zeitmessung“. Bei der Lehrerin können die kleinen Kinder ein ägyptisches Rasselinstrument bauen oder die Zeitmessung mit einer Wasseruhr erforschen. Die 46-Jährige ist von Anfang an dabei und ist jedes Mal sehr gespannt auf die neuen Projektwochen. „Manchmal kommen auch verkleidete Eltern vorbei“, erzählt die Pädagogin. An der nächsten Station sind fleißige Kinder voll eingespannt. Die Mädchen und Jungen schmiergelten ihre Steine mit Schleifpapier ab und bauen sich daraus eigene Amulette. Auch Echnaton, der altägyptische König, schleift munter seinen Stein ab.
„Ihr könnt jetzt tanzen“, ruft Anke Heiden (51) ihre Schüler herbei. Die Schullei-
terin erzählt, dass es im Laufe des Tages noch leckeres ägyptisches Essen, ein Theaterstück und schöne Musik gibt.

Kontakt zum Autor
red-prenzlau@uckermarkkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×