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„Grashüpfer“ können ihre Windjacken am Haken lassen

VonLeonie Mielke

Über die Felder peitschende Böen oder fiese Sandattacken – sie können den Mädchen und Jungen in der Jagower Kita nichts mehr anhaben. Eine Hecke schützt die Knirpse
nun beim Spielen.

Jagow.„Wasser! Komm mal rüber mit deiner Gießkanne“, hallte es am Donnerstag über das Gelände der Kita „Grashüpfer“ in Jagow. Und nach diesem Ruf eilten die Leute, die Gießkannen in der Hand hatten, zackig durch den Garten. Hin zu dem frisch gepflanzten Fünffingerstrauch, der nicht auf dem Trockenen stehen sollte. Denn schließlich verbinden die emsigen Gärtner mit ihrer Hecke die Hoffnung, dass ihre Sprösslinge in Zukunft sicher auf dem Gelände spielen können, ohne peitschenden Wind und Sandattacken fürchten zu müssen.
Initiatorin der Pflanzaktion, bei der die Erzieher zusammen mit den Eltern und Großeltern ihrer Schützlinge sowie Ein-Euro-Jobbernzu Spaten und Gießkannegriffen, war Carmen Flemming vom gleichnamigen Rosenhof in Karlstein. Sie erinnert sich noch ganz genau an eine Begebenheit vor zwei Jahren, als der Wind über die angrenzenden Felder pfiff und dabei auch über das Kita-Gelände fegte. „Es war fast unmöglich, keinen Sand in die Augen zu bekommen“, schilderte Carmen Flemming. Aus ihrer Sicht ein unmöglicher Zustand – immerhin spielen täglich 32 Kinder im Alter zwischen einem und sechs Jahren auf dem Rasen. Carmen Flemming wollte Abhilfe schaffen. Sie stellte in ihrer Gärtnerei eine Spendenbüchse auf. „Es haben in den vergangenen zwei Jahren ganz viele Leute gespendet. Das hat mich total gefreut“, erzählte sie.
Nun können die Kleinen endlich in einer geschützteren Umgebung spielen – ein großer Windbrecher schützt sie vor kühlen Böen und pikendem Sand, der sich in Haare und Kleidung festsetzt. Die andere Hecke, die sich um die Schaukel herumzieht, soll die Mädchen und Jungen davor bewahren, beim wilden Toben unversehens gegen die Schaukel zu laufen. Eigentlich sollten die Hecken bereits im März eingepflanzt werden, so Kita-Leiterin Ines Zimmermann, aber da hatte ihnen Gevatter Frost einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Außerdem pflanzten die Helfer ein Eichenbäumchen, das die Knirpse im vergangenen Jahr selbst in der Gärtnerei gezogen hatten und das inzwischen ziemlich gut gewachsen ist.

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l.mielke@nordkurier.de

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