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„Gut zupf“ : Platzeck gibt Laga seinen Segen

Matthias Platzeck (SPD, links) und der Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) genießen die Blütenpracht in der Blumenhalle.
Matthias Platzeck (SPD, links) und der Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) genießen die Blütenpracht in der Blumenhalle.

Und sie haben es doch geschafft: Auf der Prenzlauer Landesgartenschau grünt und blüht es. Den langen Winter haben die Gartenbauer in der Uckermark zumindest zum Teil vertreiben können. Mehr als 4000 Besucher kamen zur Eröffnungsfeier auf der Freilichtbühne. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sprach gegen 12.30 Uhr am Samstag die magischen Worte: „Ich eröffne das grünste Infrastrukturprogramm unseres Landes. Gut zupf!“
„Alle haben meinen Stein vom Herzen plumpsen hören. Wir sind auf den Punkt mit den letzten Arbeiten fertig geworden und haben gezaubert“, ergänzte Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos).
Bis zu 200 Mitarbeiter haben das 14Hektar große Areal in Form gebracht, 460000 Blumenzwiebeln gesteckt und 45000 Quadratmeter Rollrasen gelegt. „Dazu sind noch 6500 Wasserpflanzen, 3100 Hecken, 350 Kletterpflanzen sowie 72 Bäume rausgebracht worden“, sagteJörg Kirstein, Präsident des Landesgartenbauverbands.
In den vergangenen Jahren habe sich die „Hauptstadt der Uckermark“ ganz neu definiert und wunderschön herausgeputzt. „Die Stadt wird auch noch in Jahrzehnten von dieser Schau profitieren. Deshalb mein klares Statement: Brandenburg braucht viele, viele weitere solche Schauen“, betone Bürgermeister Sommer in Richtung Landesvater Platzeck.
Brandenburg will nach der Prenzlauer Laga sechs Jahre lang pausieren. Argument der Landesregierung: Es drohe zu große Konkurrenz von der Bundesgartenschau 2015im Havelland und 2017von der Internationalen Gartenschau in Berlin. Erst 2019 soll es dann eine neue Laga-Auflage in Brandenburg geben.
Platzeck selbst gab zu, keinen „grünen Daumen“ zu haben. „Ich weiß, wenn es nach oben wächst und es bunt wird, dass es Blumen sind“, sagte Platzeck. Zu Hause kümmere sich seine Frau um den Hof. Vom großen Politiker- und Medienauflauf bei der Laga-Eröffnung wollten auch Demonstranten profitieren. Am Morgen protestierten knapp 40 Windkraftgegner an der Laga-Zufahrt. Am Nachmittag machten etwa 50 Menschen auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam, die wie Gefangene in ihren Heimen leben müssten.
Bis zum 6. Oktober wollen die Laga-Organisatoren rund 300 000 Besucher anlocken. Motto der Schau: „Die Hochzeit von Stadt und See – Die grüne Wonne“.

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