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Immer weniger Erstklässler schultern Ranzen

Der Rückgang der Schülerzahlen in der Region Uckermark stoppte auch im vergangenen Jahr nicht, wie der Jahresbericht 2012 des Liegenschafts- und Schulverwaltungsamtes des Landkreises Uckermark zeigt. Insgesamt ging die Anzahl der Schüler in den vergangenen 17 Jahren um 59 Prozent zurück – um mehr als die Hälfte.

Während in den Jahren 1995 96 noch 30 721 Schüler täglich ihre Ranzen schulterten, so waren es 2011/12 nur noch 12 664 und im vergangenen Schuljahr lediglich 12389. Besonders drastisch ist der Rückgang der Schülerzahlen bei den Gesamt- und Oberschulen, bei denen die Anzahl der Schüler um mehr als zwei Drittel zurückging. Bei allen anderen Schularten war ein Rückgang um ungefähr die Hälfte zu beobachten.
Die sinkenden Zahlen spiegeln sich auch deutlich bei den Abc-Schützen wider: Wurden 1995 96 noch 2302 Kinder eingeschult, so waren es im vergangenen Jahr lediglich 962.

Langfristig rechnet das Schulverwaltungsamt des Landkreises mit ungefähr 10500 Schülern und geschätzten 800 Erstklässern pro Jahr. Strukturelle und organisatorische Veränderungen in der Schullandschaft im Landkreis Uckermark gab es 2012, im Gegensatz zu den Vorjahren, nur wenige. Laut Amtsleiter Uwe Falke sei dies darauf zurückzuführen, dass die Anpassung des Schulsystems an die niedrigen Schülerzahlen weitestgehend abgeschlossen sei.
Den Zahlen entsprechend konnte auch im Schuljahr 2012/13 am Beruflichen Gymnasium des Oberstufenzentrums wieder keine Klasse der Jahrgansstufe elf gebildet werden – die Schülerzahlen waren schlichtweg zu niedrig. Und die Kleine Grundschule Schmölln hatte so wenig Schüler, dass sie geschlossen wurde. Die Mädchen und Jungen, die bis dahin die Kleine Grundschule in Schmölln besuchten, haben inzwischen auf die Grundschule „Anna Karbe“ in Gramzow gewechselt.

 

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