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In Händen der Stasi

Schwedt.Historisch Interessierte aufgepasst: Am Montag, dem 27. Mai, hält Johannes Swiatek aus Berlin einen Vortrag über seine Erlebnisse in der Stasihaft.Der Vortrag beginnt um 16.30 Uhr im Katholischen Pfarrhaus, Harlanstraße 3 in Schwedt.
Der heute 92-jährige Johannes Swiatek engagierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg im katholischen Kolping- Werk, das wegen seines katholischen Hintergrundes in besonderer Weise im Visier der Stasi stand.
Der Katholizismus wurde in der DDR sehr skeptisch betrachtet: Die weltumspannende und zentralistisch organisierte Glaubensgemeinschaft wurde nicht nur ideologisch, sondern auch machtpolitisch als Bedrohung der Parteidiktatur betrachtet. 1951 wurde Johannes Swiatek von der Stasi verhaftet. Unter dem Vorwurf „Angehöriger einer staatsfeindlichen Organisation zu sein“ und „im Dienste imperialistischer Kriegstreiber“ zu stehen, wurde er für über vier Jahre in Bützow-Dreibergen inhaftiert. Seine Frau erfuhr damals erst nach acht Monaten, wo er sich befand.
Johannes Swiatek will in seinem Vortrag besonders der jüngeren Generation Zeugnis geben von dieser Seite deutscher Geschichte.leo

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