Nordkurier.de

Kompromiss: Brautleute dürfen neben Poller parken

Wiederholt drücken Leser der Heimatzeitung ihr Unverständnis darüber aus, dass Hochzeitspaaren die Vorfahrt vor dem Prenzlauer Standesamt verwehrt bleibt. Der Wermutstropfen am schönsten Tag ihres Lebens sind die Poller vor dem Rathaus, die der Sicherheit der LAGA-Besucher, die zwischen Stadt- und Seepark pendeln, dienen.
„Wie kann man nur so uncharmant sein“, fragt sich beispielsweise unsere Leserin Gabriele Zier aus Gramzow: „Der Anblick eines jungen Brautpaares in einer Hochzeitskutsche ist mir wirklich lieber als ein verknöcherter Ordnungshüter, der Prinzipienreiterei betreibt.“ Zudem könne Prenzlau mit hübschen Brautpaaren den Besuchern der Landesgartenschau zeigen, dass junge Familien hier in Prenzlau eine Zukunft haben.
Ganz so verknöchert möchte sich das Rathaus dann doch nicht verstanden wissen. Freie Fahrt für Hochzeitskutschen wird es zwar während der LAGA-Zeit wohl weiterhin nicht geben, doch Pressesprecherin Alexandra Martinot informiert zumindest über eine Lockerung. Jenes Fahrzeug, in dem die Brautleute unterwegs sind, darf während der Zeremonie unmittelbar neben dem Poller parken, allerdings so, dass nicht die Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen behindert wird: „Das jeweilige Pkw-Kennzeichen ist dem Standesbeamten mitzuteilen.“

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×