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LAGA zum Seebad bald in beiden Richtungen offen?

Wirtin und Fahrgastschifferin Annette Gartzke bleiben nur die Sommermonate, um Geld zu verdienen. Sie wünscht sich, dass es jetzt aufwärts geht.  Foto: Leonie Mielke
Wirtin und Fahrgastschifferin Annette Gartzke bleiben nur die Sommermonate, um Geld zu verdienen. Sie wünscht sich, dass es jetzt aufwärts geht. Foto: Leonie Mielke

Liselotte Gertz ist noch nicht einmal sauer. Eher sprachlos: „Ich verstehe es einfach nicht“, klagt die 83-Jährige, die oft über die LAGA zu ihrem Schrebergarten am Unteruckersee schlendert. Der Grund für ihren Unmut ist das LAGA-Tor am Unteruckersee, das zum Seebad führt. Dieses Tor dient bislang nämlich als Ausgang und nur in Ausnahmefällen als Eingang. Wer dort Durchlass bekommen möchte, muss einen LAGA-Mitarbeiter bitten, ihm das Tor aufzuschließen. Dann bekommt der Besucher einen Stempel, sodass er später wieder auf die LAGA zurückkommen kann. Dies kann entweder über den Haupteingang geschehen oder der Besucher ruft über den Zaun hinweg einen LAGA-Mitarbeiter und bittet darum, dass das Tor wieder geöffnet wird. Wer keinen Stempel bekommen möchte oder Angst hat, dass der Stempel beim Baden ausbleicht, kann auch die Nummer seines Personalausweises hinterlegen. Eigentlich klare Regeln.
Aber eben auch nur in der Theorie, wie Lieselotte Gertz kritisiert: „Welcher Tourist soll das denn wissen?“ Kaum jemand wisse das, pflichtet ihr Annette Gartzke, Wirtin des Strandcafés „Balu“, bei. Deshalb hat Annette Gartzke inzwischen eine Unterschriftensammlung gestartet. Schließlich gehe es nicht nur darum, dass die Besucher der LAGA nicht den Weg zum Seebad Prenzlau finden, dessen Besuch immerhin in der Eintrittskarte enthalten ist. „Wir Gastronomen am Unteruckersee sind doch total abgeschnitten“, ereifert sie sich. Touristen wüssten nichts von den Cafés mit Seeblick, große Hinweisschilder dürften sie nicht aufstellen und die Ein- und Ausgang-Regelung verhindere, dass Besucher zufällig an den Cafés, am Fahrgastschiff vorbeischlenderten. Daniel Meißner, „BiCoCa-Lounge“-Wirt, kann ihr nur zustimmen: „Durch diese Regelung bleiben definitiv Kunden aus!“ Doch dies dürfte sich jetzt ändern: Ab nächster Woche wird es einen offiziellen Ein- und Ausgang zum Seebad geben, stellt der Sprecher der LaGa GmbH, Matthias Bruck, auf Nachfrage in Aussicht. Allerdings zunächst nur im Testlauf.
 

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