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Marschieren für die Würde

Die Demonstranten nutzten die LAGA-Eröffnung, um auf dem Rathausvorplatz in Prenzlau auf ihre Situation aufmerksam zu machen.  FOTO: Volkmar Kochan
Die Demonstranten nutzten die LAGA-Eröffnung, um auf dem Rathausvorplatz in Prenzlau auf ihre Situation aufmerksam zu machen. FOTO: Volkmar Kochan

In zahlreichen Städten rufen die Organisatoren von „Refugee Tent Action“ in diesen Tagen zu Protestaktionen auf, um auf die „Missachtung ihrer Menschenrechte durch die bestehende Asylpolitik“ aufmerksam zu machen. In Prenzlau versammelten sich Flüchtlinge zu einer solchen Demonstration.
Ihr Weg führte sie vom Asylbewerberheim über den Neustädter Damm bis zum Platz vor dem Rathaus, dem Einlasstor zur Landesgartenschau. Sie wollten auf ihre Situation aufmerksam machen, denn auch Flüchtlinge in Prenzlau sehen sich rassistischen Angriffen ausgesetzt und fühlen sich – bedingt auch durch die Unterbringung am Rand der Stadt und der Residenzpflicht – abgeschoben und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ziel der Märsche soll es sein, die Isolation der Asylanten zu durchbrechen, ihnen Integrationsmöglichkeiten zu bieten und eine Veränderung der bisherigen deutschen Asylpolitik zu bewirken.
Nach kurzem Aufenthalt vor dem Rathaus endete die Aktion ohne Zwischenfälle am frühen Nachmittag.

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