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Mit Blasenpflaster und Zeckenzange gerüstet

Kristine Hagenbeck freut sich über die Anerkennung als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“, die ihr von Stefan Zierke, Geschäftsführer der tmu, nun auch mit einer Urkunde bestätigt wird.[KT_CREDIT] FOTO: Monika Strehlow
Kristine Hagenbeck freut sich über die Anerkennung als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“, die ihr von Stefan Zierke, Geschäftsführer der tmu, nun auch mit einer Urkunde bestätigt wird.[KT_CREDIT] FOTO: Monika Strehlow

Wer es immer noch nicht glauben kann, dass Wandern zu den Highlights des uckermärkischen Tourismus gehört, sollte sich doch selbst auf den Weg machen. Zum Beispiel „Acht Tage wandern ohne Gepäck auf dem Märkischen Landweg“ – ein Angebot, das die Tourismusmarketing Uckermark GmbH (tmu) anbietet. Auf 217 Kilometern zieht er sich quer durch den Landkreis, lässt den Naturfreund eintauchen in unterschiedlichste Landschaften vom Naturpark Uckermärkische Seen über das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin bis hin zum Nationalpark Unteres Odertal. Aber auch die Uckermärker Landrunde mit rund 167 Kilometern hält auf Schusters Rappen Natur pur zwischen Prenzlau, Warnitz, Angermünde, Ringenwalde, Templin und Boitzenburg parat.

Kristine Hagenbeck erlebt selbst seit Jahren, dass sich immer mehr Leute mit oder ohne Rucksack auf den Weg machen. Seit 2001 führt die Gastronomin das beliebte Prenzlauer Ausflugslokal „Am Kap“. „Es kommen immer mehr Leute. Dabei halten sich die Radwanderer und die, die zu Fuß kommen, die Waage.“ Natürlich will sie auch ihnen eine gute Gastgeberin sein. Schließlich hat ihr Seerestaurant mit der großen Sonnenterrasse zum Unteruckersee einen guten Ruf zu verteidigen.
Jetzt hat sie sich einem ganz besonderen Test unterzogen: In einer Selbstauskunft überzeugte sie die Experten davon, dass sie als „Gastgeber Wanderbares Deutschland“ auftreten kann. Damit reiht sie sich in die Gilde von bisher 15 Vermietern und Gastronomen der Uckermark ein, darunter zum Beispiel der Straußenhof Berkenlatten, der Ringenwalder Gasthof zum „Grünen Baum“ oder auch der Hof Kokurin in Naugarten. Die Latte dahin ist offenbar nicht zu hoch gelegt. „Wir halten zum Beispiel Blasenpflaster bereit, sogar mit Zeckenzangen können wir aushelfen“, erzählt Kristine Hagenbeck. Wer möchte, erhält ein Lunchpaket nach eigenen Vorstellungen auf den weiteren Weg.

Wanderer auf der Etappe Prenzlau-Warnitz der Uckermärker Landrunde kommen unweigerlich am „Am Kap“ vorbei und nehmen solchen Service gern in Anspruch. „Die ersten Reaktionen von Wanderern haben wir schon übers Internet erhalten“, freut sich Stefan Zierke über die positive Resonanz. „Denn viele schauen, was sich noch verbessern lässt und meckern nicht einfach drauflos.“

Der Geschäftsführer der tmu überreichte Kristine Hagenbeck am Mittwoch Urkunde und Plakette, die das „Kap“ nun auch als gut vorbereiteten Anlaufpunkt in der wa(u)nderbaren Uckermark ausweisen.
 

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