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Mit dem Roller über den Rathausvorplatz

VonOliver Spitza

Morgen ist von 15 bis 18 Uhr ein Segway-Parcours aufgebaut. Die EU macht
es möglich.

Prenzlau.Wer das Wort EU hört, denkt zuerst an einen aufgeblähten Beamtenapparat mit viel Bürokratie und Regulierungswahn. Da tut eine Imagekampagne not. Denn nach Prenzlau flossen in den letzten 13 Jahren 38Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Rechnet man die Eigenmittel der Projektträger und die Mittel des Landes und Bundes hinzu, so ergibt sich ein Investitionsvolumen von 113 Millionen Euro. Mit einer Roadshow „Europa zum Anfassen“ wollen das Potsdamer Wirtschaftsministerium und die Landesinvestitionsbank (ILB) auf die Ergebnisse der EFRE-Förderung in Brandenburg aufmerksam machen.
Auftakt dieser Roadshow durch zehn Orte ist morgen in Prenzlau. Von 15 bis 18Uhr ist auf dem neuen Rathausvorplatz – das 1,6-Millionen-Euro-Projekt wurde mit 1,043 Millionen Euro von der EU gefördert – ein Segway-Parcours aufgebaut, den Passanten mit diesen Elektrorollern befahren können.
Bereits zuvor werden Mitarbeiter der mit dieser Promotiontour beauftragten Firma yoove GmbH Berlin ab 10 Uhr auf den Segways durch Prenzlau rollen und sowohl auf die EU-Förderung aufmerksam machen als auch für die nachmittägliche Veranstaltung auf dem Rathausvorplatz werben. Dabei fahren sie die Stationen ab, in die EU-Mittel geflossen sind: Marktberg, Heiliggeist-Kapelle, „Tor zum See“, Uckerpromenade.
Die vor drei Jahren gegründete Promotionfirma yoove ist selbst eine von 1450 Start-up-Firmen, die seit 1996 aus dem Business-Wettbewerb Berlin-Brandenburg hervorgegangen sind, der aus EU-Mitteln gefördert wird.
In der aktuellen Förderperiode 2007 bis 2013 konnten bisher über die ILB mit 950 Millionen Euro aus dem EFRE-Fonds 9000 Arbeitsplätze im Land Brandenburg neu geschaffen werden. EU ist also mehr als ein Bürokratiemonster – das soll der morgige Tag deutlich machen.

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