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Prenzlau: Feuerwehr muss Wohnungstür öffnen

Im Notfall sollten Nachbarn nicht selbst zur Brechstange greifen, sondern lieber den Notruf wählen.
Im Notfall sollten Nachbarn nicht selbst zur Brechstange greifen, sondern lieber den Notruf wählen.

Sonntag gegen 9 Uhr morgens. Eine ältere Frau ist in ihrem Badezimmer gestürzt. Sie konnte sich selbst nicht behelfen und schaffte es nicht zur Haustür, berichtet Sandra Hidde, stellvertretende Wehrführerin der Ortswehr Prenzlau. Es waren jedoch nicht die Nachbarn der Frau, die die Hilferufe der Frau aus ihrem Badezimmer hörten. „Der Pflegedienst hat den Notruf abgesetzt, weil die Dame nicht aufgemacht hat“, sagt Sandra Hidde. Dieser war gekommen, um bei der Frau Verbände zu wechseln, so die stellvertretende Wehrführerin. Ein Hausschlüssel zur Wohnung der Frau war bei den Nachbarn nicht hinterlegt. Daher mussten die Ortswehren Schönwerder und Prenzlau in die Dorfstraße in Schönwerder ausrücken, um die Haustür für den alarmierten Rettungsdienst zu öffnen. Dieser brachte die Seniorin ins Krankenhaus.

Doch wie reagiert man als Nachbar am besten auf Hilferufe aus anderen Wohnungen? Sollte die Tür verschlossen und kein Zweitschlüssel bei Nachbarn hinterlegt sein, solle man versuchen, notfalls „durch die Tür“ so viele Informationen wie möglich zu erfragen, schildert Sven Lipinski von der Prenzlauer Ortswehr. Was ist passiert, ist jemand verletzt, gibt es Kontaktpersonen? „Das alles kann den Einsatzkräften weiterhelfen, wenn ein Notruf eingeht“, sagt er. Am Abend musste die Feuerehrwehr wieder ausrücken, um eine Haustür im Kupferschmiedegang in Prenzlau zu öffnen. Dort gelang das den Bewohnern letztlich aus eigener Kraft.

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