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Problem: Durch diese Pforte passt nicht jeder Gast

Nicht nur Rollstuhlfahrer können so einen Ausgang unmöglich durchqueren, auch Kinderwagen passen nicht durch.  FOTO: C. Marsal
Nicht nur Rollstuhlfahrer können so einen Ausgang unmöglich durchqueren, auch Kinderwagen passen nicht durch. FOTO: C. Marsal

Wer in Prenzlau nach dem Besuch der Landesgartenschau von deren Gelände wieder herunter will, der kann dazu außer den Hauptein- und -ausgängen im See- und Stadtparkbereich auch diverse Nebenpforten nutzen. Deren Gitter drehen sich nur in eine Richtung, also schleusen die Besucher hinaus. Hinein kommt man auf diesem Wege nicht. Dafür sind die Ausgänge schließlich nicht gedacht. Sie sind allerdings aktuell noch so eng bemessen, dass sich selbst das Hinausgelangen für einige Menschen schwierig gestaltet. Nicht nur wer etwas beleibter ist, fürchtet die Drehkreuze, auch bei Rollstuhlfahrern und Leuten, die Kinderwagen oder Rollatoren schieben, sind sie als problematisch bekannt. Unsere Leserin Gabriele Lehmann beispielsweise berichtete, dass sie beobachtet habe, wie eine Frau im Rollstuhl aus ihrem fahrbaren Untersatz gehoben und durch die Gitter getragen werden musste. „Eine entwürdigende Prozedur“, so die Prenzlauerin. Das Problem hat mittlerweile auch die Geschäftsführung der LaGa GmbH erkannt. Pressesprecher Matthias Bruck versicherte, dass das Unternehmen sofort reagiert habe, als sich diesbezüglich Hinweise mehrten. Zwischenzeitlich seien mehrere neue Drehkreuze bestellt worden, durch die locker auch Rollstühle und Kinderwagen passen. Noch seien sie aber nicht geliefert worden.

Laut Matthias Bruck sei man darüber hinaus dabei, eine Liste abzuarbeiten, die auf Hinweisen von Besuchern basiert. Die Parkplatzausschilderung werde beispielsweise noch optimiert. An dem Behindertenparkplatz in der Grabowstraße allerdings gedenke man nichts zu verändern, auch wenn es schon Beschwerden von Nichtbehinderten gab, die dort Knöllchen kassiert hatten, weil sie ihren Wagen hier in gewohnter Weise abstellten. Der 35-Euro-Strafzettel schmerzt natürlich. Aber all denen rät Bruck, ihren Pkw doch in der Tiefgarage der Kreisverwaltung abzustellen, wenn die Plätze nicht ausreichen.

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