Fr. 17. August 2012
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Auto rast in Wohnhaus von Heiko Schulze

Rasante Horrorfahrt

Ein Albtraum ereignet sich für zwei Frauen, die mit ihrem Pkw in rasanter Geschwindigkeit an einem Wohnblock entlang schrammen und erst durch einen Querblock gebremst werden. Beide sind schwer verletzt.

Bmw
Am Ende der Horrorfahrt von Freitagfrüh blieb nur noch dieses Wrack übrig.
Foto: Heiko Schulze
Prenzlau (hs)  

„Ich habe geglaubt, das Haus explodiert“, schildert erregt eine Anwohnerin aus dem Wohnblock Baustraße 86 bis 94. Noch immer kann sie es kaum fassen, was sich gestern Morgen um 3.10 Uhr unmittelbar unter ihrem Schlafzimmerfenster abspielte. Auch die Polizei ist noch zurückhaltend in Erklärungsversuchen, welche Umstände zu dem schweren Unfall geführt haben können.

Zeugen sagen aus, dass ein schwarzer BMW auf der Baustraße (B 198), Richtung Innenstadt, in rasanter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll. In der Rechtskurve Höhe Baustelle Rathausvorplatz/Stadtpark, wo die Mittelmarkierung auf der Fahrbahn derzeit noch endet, muss die 19-jährige Fahrerin den Pkw weiter gerade aus gesteuert haben. Der BMW überfuhr die Bordsteinkante, den Gehweg und die Grünfläche vor dem Wohnblock Baustraße 86 bis 94. Dort schrammte er teilweise die Hauswand ab, „rasierte“ den unteren Teil eines Regenabflussrohres und riss vier Fahrradständer inklusive Fundamente aus dem Erdreich. Ein vor Aufgang 88 abgestelltes Fahrrad wurde völlig demoliert.

Horrorfahrt ging weiter

Die Horrorfahrt des mit zwei Frauen besetzten BMW war damit nicht zu Ende. Das Fahrzeug stieß nach Passieren des Wohnblocks frontal gegen einen Poller. Möglicherweise war dieses noch Glück im Unglück, ist es doch wahrscheinlich, dass der Poller dem Pkw etwas Geschwindigkeit nahm. Dennoch rutschte dieser weiter über die nächste Grünfläche – frontal auf den quer zur Bundesstraße stehenden Wohnblock der Steinstraße zu.

Der Aufprall an der Hauswand, bei dem die Kellerfenster der Waschküche des Aufganges Nummer 33 zerschellten, stoppte die Fahrt des nahezu vollkommen zerstörten Fahrzeuges. Zeugen berichten, dass die Beifahrerin sich noch selbst aus dem Wrack befreien konnte, die 19-jährige eingeklemmte Fahrerin befreit werden musste.

Zügig waren Polizei, Rettungskräfte und natürlich jede Menge Zeugen – aufgeschreckt von den explosionsartigen Geräuschen – an der Unglücksstelle. Beide Frauen wurden so schwer verletzt, dass sie zunächst im Prenzlauer Kreiskrankenhaus stationäre Aufnahme fanden.

65 000 Euro Sachschaden

Der Sachschaden, der bei dem Unfall entstand, beläuft sich auf circa 65 000 Euro. Stefan Möhwald, Pressesprecher aus dem Polizeipräsidium Ost, betont, dass der Atemalkoholwert der Fahrerin bei 0,0 Promille lag. Die Hintergründe, die zu dem Unglück führten, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei der Inspektion Uckermark.
Die Wohnbau Prenzlau GmbH als Vermieterin der betroffenen Wohnungen, hat sofort reagiert, erklärt Wohnbau-Pressesprecher Thomas Wesche auf Nachfrage: „Unsere Kundenbetreuerin hat am Morgen sogleich die Schäden aufgenommen und tritt mit der Versicherung des Fahrzeughalters in Kontakt.“

Reparaturen an den Kellerfenstern, dem Fallrohr sowie Aufräumarbeiten wurden noch am gestrigen Tag in Angriff genommen. „Aufträge für alle weiteren Arbeiten werden ausgelöst, sobald die Versicherungsfragen geklärt sind“, so Wesche der bekennt, dass es einen vergleichbaren Unfall so noch nicht in der Geschichte der Wohnbau GmbH gegeben habe.

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