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Rechnungen noch offen?

Werden im Aufsichtsrat der Uckermärkischen Verkehrsbetriebe, in dem mindestens drei Mitglieder seit Gründung des neuen Unternehmens mitarbeiten, alte Rechnungen ausgetragen – könnte man sich angesichts der Querelen um die Ausschreibung der Geschäftsführerstelle fragen, der Uckermark Kurier berichtete. Das fragen sich auch viele der 250 Mitarbeiter des kreiseigenen Unternehmens, das unter Mühen eine Fusion der ehemals eigenständigen Bus-Unternehmen von Schwedt sowie Prenzlau und Templin bewältigt hat.
Dabei leistete der Geschäftsführer Lars Boehme einiges, um das Linienverkehrsunternehmen in wirtschaftliches Fahrwasser zu bringen.
Die Fusionsentscheidungen fielen noch unter der Regie des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klemens Schmitz, Vorgänger von Landrat Dietmar Schulze. Letzterer betonte am Mittwoch gegenüber dem Uckermark Kurier, es sei richtig, dass erst mit der Bilanzeröffnung für die UVG mbH das Minus von einer Million Euro bekannt wurde.
„Dabei handelte es sich um Rückstellungen für Ruhestandsgehälter ehemaliger Mitarbeiter. Dass dieses Manko von der Stadt Schwedt als Mitgesellschafter mitgetragen werden musste, ist nicht in Frage zu stellen.“
Weit von sich weist Dietmar Schulze aber erneut Spekulationen, nach denen zum einen Schwedt den Geschäftssitz verlieren soll und zum anderen die Verkehrsgesellschaft mit der UDG, der Dienstleistungsgesellschaft, zusammengeführt werden würde. „Nur das bezeichne ich als Märchen. Denn solche Hiobsbotschaften schaden dem Unternehmen.“

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