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Röpersdorfer haben jetzt auch ein „Olympiastadion“

Vereinschef Steffen Brach sowie die Mitglieder der Projektteams Wilfried Stoffregen, Lothar Jäger, Steffen Fischer und Eckhard Böttcher (von links) enthüllen die Tafel.  FOTO: Heiko Schulze
Vereinschef Steffen Brach sowie die Mitglieder der Projektteams Wilfried Stoffregen, Lothar Jäger, Steffen Fischer und Eckhard Böttcher (von links) enthüllen die Tafel. FOTO: Heiko Schulze

Ob das Berliner Olympiastadion beim Bau des neuen Festplatzes in Röpersdorf Pate gestanden hat? Das hölzerne Rondell öffnet sich genau gegenüber der „Haupttribüne“, Sitzplätze und Bühne sind überdacht, in der Mitte eine Rasenfläche. Dort wurde am Sonnabend zwar nicht angepfiffen, aber während die Kicker aus Bayern und Dortmund in London um den Henkelpott der Champions League kämpften, wurde in dem uckermärkischen Ort am Unteruckersee just der neu gestaltete Platz auf der Festwiese feierlich eingeweiht. Und anders als im Wembley-Stadion gab es dabei nur Gewinner.
Die Idee war am 25. Juni 2011 auf dem 18. Dorf- und Kirchturmfest geboren worden. Mit einem großen Kraftaufwand mussten bis dato für Feierlichkeiten in der Gemeinde Zelte auf- und abgebaut werden. Eine Schlechtwettervariante gab es nicht, ebenso wenig einen Gemeindesaal. Die ins Haus stehende 650-Jahrfeier des Ortes bot einen willkommenen Anlass, daran nachhaltig etwas zu ändern. Im Dezember 2011 legte eine fünfköpfige Projektgruppe innerhalb des Vereins Röpersdorfer Kirchturm e. V. erste Entwürfe vor. Schnell wurde klar, dass die Realisierung eine sechsstellige Summe kosten würde.

Nordwestuckermark-Bürgermeisterin Sylvia Klingbeil stand von Anfang an hinter den Plänen der Röpersdorfer, schildert Vereinschef Steffen Brack rückblickend. Die Hälfte der Summe stellte die Gemeinde in Aussicht, die andere Hälfte sollte der Verein über Sponsoren einwerben beziehungsweise über Eigenleistungen realisieren. Dabei machten sich im wahrsten Sinne die geballte Fachkompetenz der Röpersdorfer Einwohner und ihre Bereitschaft bezahlt, an diesem Projekt in der knapp 500-Seelen-Gemeinde mitzuwirken. Bereits im Jubiläumsjahr 2012 – nach einer Bauzeit von nur zwei Monaten – feierten die Röpersdorfer mit ihren Gästen auf dem neu gestalteten Areal, wenngleich damals noch Dach und Zuwegung fehlten. Inzwischen ist das Projekt fast vollständig abgeschlossen. Eine originell gestaltete Tafel hält die Namen der Unterstützer und Sponsoren für die Nachwelt fest. Der nächste Höhepunkt auf dem neuen Festplatz wird übrigens am 17. August das 20. Dorf- und Kirchturmfest sein.
 

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