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Schüler wählen Bretter, die die Welt bedeuten

„Der große Himmel und der kleine Max“ – so hieß ein Theaterstück, das Schüler des Neigungsunterrichtes der Artur-Becker-Grundschule von Prenzlau in der Sabinenkirche in der Kreisstadt aufführten. Die Kinder aus den Klassen drei bis sechs erfreuten vor allem Ihresgleichen, denn die Aufführung verfolgten vor allem Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten der Region und aus Prenzlau.

„Wir sind alle freiwillig hier und ich freue mich schon riesig auf den Auftritt“, erklärte die zwölfjährige Susi Urban. Aufgeregt war sie nicht, denn die Gruppe hatte schon viele Auftritte. „Wir konnten uns aussuchen, ob wir am Theaterunterricht teilnehmen oder lieber an Sport, Kunst oder an Spielestunden“, versicherte Susi und alle nickten einverstanden. „Und wir verstehen uns auch super“, ergänzte sie.

"Jetzt geht's los! Schnell alle aufstehen"

Den Text, den die Darsteller für das Stück auswendig lernen sollten, bekamen sie schon sehr früh, um genügend Zeit zum Lernen zu haben. Susi erzählte, dass sie nie Probleme beim Text lernen gehabt hatte. Die Rollen wurden zunächst verteilt. Danach konnten sich die jungen Schauspieler entscheiden, ob sie diese oder lieber eine andere Person spielen wollten.

Den besten Auftritt, so Susis Meinung, hatten die Schüler in Göritz. „Dort waren sehr viele andere Kinder, die mit uns zusammen auf der Bühne standen. Es ist am schönsten, wenn viele Leute zuschauen und ganz lange für uns klatschen. Das war in Göritz der Fall und ich wünsche mir, dass wir wieder einmal so einen gelungenen Auftritt haben werden“, sagte die Zwölfjährige, die ganz in ihren Erinnerungen schwelgte.
„Jetzt geht’s los! Schnell alle aufstellen!“, riefen ein paar verkleidete Schüler und alle liefen schnell auf ihre Position. In dem Stück spielt Gesang eine große Rolle.

Den Darstellern sah man an, dass sie viel Freude daran hatten. Viele kleine Sonnenstrahlen huschten in der Kirche umher, sagten mit hinreißender Mimik und Gestik ihre Texte auf und schlüpften schnell in das nächste Kostüm. Das Umziehen der Kostüme bei dem Auftritt dauerte etwas länger als sonst. „Bei den Proben ging es ein bisschen schneller“, verrieten ein paar Kinder leise.

"Ich hatte Angst, den Text zu vergessen"

Der Applaus war laut und die Schüler, die vorne standen verbeugten sich mehrmals tief und lachelnd. „Mir hat es sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht. Am Anfang hatte ich zwar Angst, dass ich den Text vergesse, aber zum Glück ist ja alles gut gegangen“, berichtete Julian Mertens nach dem Auftritt mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Der Elfjährige freute sich auch über die vielen kleinen Besucher aus den Kindergärten, die sehr still waren und aufmerksam zugehört hatten.

Zur Erholung dürfen sich die Schüler der Artur-Becker-Schule nach jeder anstrengenden Theatervorführung ein Ausflugsziel aussuchen. Dort können sie einen schönen Tag verbringen, worauf sich die Kinder immer besonders freuen.

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