Nordkurier.de

Singende Banker dabei

Die Grundschüler aus Warnitz hatten zum Singen auch ihre Instrumente mitgebracht. [KT_CREDIT] FOTOs: Monika Strehlow
Die Grundschüler aus Warnitz hatten zum Singen auch ihre Instrumente mitgebracht. [KT_CREDIT] FOTOs: Monika Strehlow

Friedrich-Wilhelm von Rauch startet jeden Morgen singend in den Tag. Denn Singen gehört für den Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung zum Alltag, bis hin zum sonntäglichen Gottesdienst. Um so begeisterter zeigte sich der Banker am Sonnabend im Prenzlauer Seebad über den Enthusiasmus, mit dem an die 350 junge Uckermärker in Gesang einstimmten.

„Belcantare“ lautet das Zauberwort. „Jedes Kind kann singen“, fanden der Landesmusikrat Brandenburg e.V. sowie der Lehrstuhl Musikpädagogik an der Uni Potsdam und hoben gemeinsam mitSparkassenstiftung undder Sparkasse Uckermark im November 2011 das Projekt im nordöstlichsten Landkreis der Mark erstmals aus der Taufe. 29 Lehrer aus 22 Schulen erhielten fortan an zwölf Sonnabenden in Workshops tieferen Einblick in Stimmbildung, Musiktheorie und andere Grundlagen, um Kindern mit Spaß das Singen zu lehren. Wiebke Dürholt von der Projektleitung erzählt: „Die meisten von ihnen hatten vorher schon mit Kindern gearbeitet. Wir haben versucht, Qualität und Methodik zu verbessern.“ Ein Drittel der Lehrer sei fachfremd gewesen. „Und wir sind beeindruckt davon, wie selbstsicher sie heute vor ihre Klassen treten oder bei anderen Gelegenheiten ein Lied anstimmen.“

Wer singt, wächst über sich hinaus – dieser Grundgedanke des Projektes ist vielfach bestätigt worden. Der Funke ist auf die Lehrer, vor allem aber die Grundschüler übergesprungen. Nicht nur aus Prenzlau, sondern auch aus Uckerland, Brüssow, Göritz, Angermünde, Lychen, Warnitz und Schwedt ließen sie auf der Freilichtbühne am Unteruckersee ihre Stimmen erschallen.

Von der guten Stimmung war auch Wolfgang Janitschke schnell angesteckt. Dem Vorstand der Sparkasse Uckermark ist es wichtig, dass das noch junge Netzwerk von Musiklehrern und ihren Trainern erhalten bleibt und ausgebaut wird. „Ich würde mich freuen, wenn das Bestand hat.“ Der Erfolg der ersten Staffel von „Belcantare“ überzeugte die Akteure in Potsdam derart, dass eine zweite in der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin folgen soll, kündigt Friedrich-Wilhelm von Rauch an.
 

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×