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Standesbeamtin nicht vor Tränen der Rührung gefeit

Am vergangenem Wochenende hat das Standesamt in Gramzow seine Feuertaufe bestanden. Die erste Trauung nach der „Verjüngungskur“, wie der Gramzower Bürgermeister Karl Heimann (CDU) die Ereignisse beschreibt, ist vollzogen. Er sprach von einer „Verjüngungskur“, weil es in den letzten Jahren einen Wechsel der Standesbeamten und die Sanierung einer Traustätte gab.
Irmtraut Gottschling, die in den vergangenen Jahren geschätzte 240 Brautpaare in den Hafen der Ehe führte, wird im August in den Ruhestand gehen. Dafür übernehmen gleich drei neue Standesbeamtinnen ihre Aufgabe: Peggy Kalina (32 Jahre), Nicole Ortmann (24) und Rita Bürger (52), die voraussichtlich im Juli ihre Berufungskurkunde erhalten wird.
Peggy Kalina arbeitete zehn Jahre lang im Bauamt und das war eine schöne Zeit, erinnerte sie sich. „Aber mir fehlte die Bürgernähe.“ Sie entschied sich, eine Weiterbildung zur Standesbeamtin zu absolvieren. 2010 schloss sie das erste Mal das Band der Ehe. Seitdem hat sie schon einige Trauungen vollzogen und ist immer wieder begeistert. Sie habe schon sehr schöne und liebevoll organisierte Trauungen erlebt – mit Klavier, Gesang, weinenden Müttern und Bräuten: „Das ist oft sehr berührend. Manchmal verdrücke auch ich eine Träne im Augenwinkel“, schilderte sie.
Seit Anfang des Jahres gehört auch Nicole Ortmann zu den Standesbeamtinnen von Gramzow. Die gelernte Verwaltungsfachangestellte hat bislang schon drei Paare getraut.
Darüber hinaus hat die Gemeinde Gramzow das Standesamt im Schützenhaus der Gemeinde Gramzow für 5000Euro saniert. Das Amt Gramzow verfügt damit nun über insgesamt fünf Traustätten.

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