Di. 22. Mai 2012
Drucken 
Uckermärker Gesprächskreis von Oliver Spitza

Stiftung lädt zu Diskussion über Pflege

Die Friedrich-Naumann-Stiftung lädt am 5. Juni zu ihrer ersten Veranstaltung in Prenzlau ein.

Jura-Student Martin Hoeck (27) aus Eberswalde.
Jura-Student Martin Hoeck (27) aus Eberswalde.
Foto: Oliver Spitza
Uckermark (os)  

„Wir wollen liberale Lösungsansätze vermitteln“, sagt Martin Hoeck über die Bildungsarbeit der FDP-nahen „Friedrich-Naumann-Stiftung – Für die Freiheit“. Mehr als 1000 Veranstaltungen bietet die 1958 gegründete Stiftung an, die mittlerweile ihren Sitz in der Truman-Villa in Potsdam-Babelsberg hat. Nun will die vom früheren FDP-Vorsitzenden Wolfgang Gerhardt geleitete Stiftung auch verstärkt im Nordosten Brandenburgs aktiv werden, wie Martin Hoeck betont. Der 27-jährige Jura-Student an der Berliner Humboldt-Universität wohnt in Eberswalde und arbeitet für die Stiftung im Regional-Büro Berlin-Brandenburg im Veranstaltungsmanagement.

Auftakt wird am 5. Juni sein. Dann lädt die Stiftung um 19 Uhr ins Prenzlauer Dominikanerkloster zum „1. Uckermärker Gesprächskreis“ ein. Thema ist Pflege in der Uckermark. Unter der Moderation von ORB-Journalistin Birgit Bruck diskutiert Andreas Büttner, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und Kreistagsabgeordneter, mit Walter Henke, Geschäftsführer des ambulanten Pflegedienstes BonVital Schwedt, und Ellen Fährmann, Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste. Gast wird auch Robert Schindler, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Grüne und selbst staatlich examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger, sein.

„Die Bevölkerung in der Uckermark wird immer älter. Das liegt zum einen am medizinischen Fortschritt, zum anderen am Wegzug vieler gut qualifizierter junger Arbeitskräfte. Der Bedarf einer guten Pflege wird in der Zukunft deutlich steigen“, sagt Hilmar Sattler, Regionalbüroleiter der Naumann-Stiftung. Die Versorgung mit guter Pflege setzt voraus, dass ausreichend qualifiziertes Personal in den nächsten Jahren vorhanden ist. „Wie begegnet man in der Uckermark dieser Herausforderung? Darüber wollen wir diskutieren“, so Sattler. Ein weiteres Thema wird die bereits von Andreas Büttner geforderte Etablierung einer Fachhochschule für Pflegepersonal hier in der Region sein.

Seminar „Nationalsozialistischer Kunstraub und Restitution heute“

„Um unser Bildungsangebot zu erweitern, greifen wir ständig kommunalpolitische Themen auf“, sagt Martin Hoeck. Man arbeite dabei mit Leuten aus der Region, bringe bei Bedarf aber auch Experten aus Potsdam oder Berlin mit. Die Themen-Palette der Veranstaltungen der Stiftung ist breit gefächert: Im Februar war in Nauen die „Innere Sicherheit in Brandenburg“ das Thema, im April diskutierte man in Wriezen über Tourismus in Märkisch-Oderland und in Liebenwalde über die Umbrüche in Nordafrika und im Nahen Osten, am 3. Mai war Bildungsministerin Martina Münch Gast der Potsdamer Diskussionsrunde „Auf dem Weg zur inklusiven Schullandschaft“. Und in der Vorwoche drehte sich bei einem Tagesseminar in Berlin alles rund um das Thema Medienrecht.

Vom 11. bis 13. Juni findet in Berlin ein Seminar zum Thema „Nationalsozialistischer Kunstraub und Restitution heute“ statt. Dazu gehört auch eine Exkursion in die Schorfheide mit Besichtigung des Jagdschlosses Groß Schönebeck, wo der NS-Verbrecher Reichsmarschall Hermann Göring seinen Kunstraub hortete.

Wer Interesse an dieser oder anderen Veranstaltungen hat: www.freiheit.org.

Bookmark and Share
Kontakt

Prenzlauer Zeitung

Stettiner Straße 5b
17291 Prenzlau
Telefon: 0800 8647030 (kostenfrei)
Fax: 03984 8647-28
E-Mail: red-prenzlau@uckermarkkurier.de