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Streit mit der Ehefrau führt unweigerlich ins Chaos

Der Streit mit seiner Ehefrau war die Ursache für die Sauferei, behauptete ein 37-jähriger Mann vor dem Strafrichter des Amtsgerichtes. Nur deshalb habe er sich in den Garten abgesetzt und den ganzen Tag gebechert. „Hatte die Nörgelei satt, nur weil ich morgens mal ein paar Bier getrunken hatte“, gestand er. In der Gartenlaube wurde dann weiter getrunken, vor allem Bier und Klaren bis in die Abendstunden. „Ich hatte wohl meine Saufzeit, aber keine Erinnerung mehr an das Geschehen“, gab der Angeklagte an.
Der Richter half dem Mann auf die Sprünge: „Sie sind volltrunken auf dem Grünen Weg gefahren und dort mit dem Rad umgefallen. Den Rettungswagen hat ihre Frau geholt, weil sie schlecht aussahen.“ Da war von einer „Betonflechte“ die Rede, die bei solchen Stürzen keine Seltenheit sind. Sie müssen völlig von der Rolle gewesen sein, so der Richter. Keiner weiß, wie lange sie dort gelegen haben. In der Klinik wurden immerhin noch 2,52 Promille festgestellt. Da die Vermutung eines Verkehrsunfalls bestand, wurden Polizeibeamte im Krankenhaus vorstellig. Doch der einzig feststellbare Unfall war das selbst verschuldete „Salto vom Pedal“.
„Daran habe ich keine Erinnerung mehr“, meinte der Angeklagte. „Ich weiß nicht, was damals geschehen ist. Auch an die Polizeiaktion kann ich mich nicht erinnern. „Aber wenn sie das so schildern, glaube ich schon, dass ich gefahren bin“, zeigte sich der Sünder gegenüber dem Richter einsichtig. „Wurde ja am Folgetag erneut in die Klinik eingewiesen, weil es mir sehr schlecht ging“, so der Mann. Wohl eine Folge der Sauferei. „Danach habe ich aber aufgehört zu trinken“, bekannte er. „Seit drei Monaten bin ich trocken, und das soll auch so bleiben. Das bleibe zu hoffen, so der Richter. Dennoch sei es als vorsätzliche Trunkenheitsfahrt zu bewerten, die mit einer Geldstrafe von 350 Euro (20 Tagessätze zu je 15 Euro) geahndet wurde.
Keine Vorstrafen, die kurze Fahrstrecke und eigene Verletzungen rechtfertigen für den Ersttäter eine Geldstrafe, so die Begründung. Wiederholen sollte das sich allerdings nicht, warnte der Jurist den Mann.

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red-prenzlau@uckermarkkurier.de

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