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Tausende Bäume säumen die L 26

Auf rund 5500 Metern entlang der neu gebauten L 26 zwischen Prenzlau und Kleptow werden neue Gehölze gepflanzt. Auch der Radweg erhielt eine eigene Allee. [KT_CREDIT] Fotos: Monika Strehlow
Auf rund 5500 Metern entlang der neu gebauten L 26 zwischen Prenzlau und Kleptow werden neue Gehölze gepflanzt. Auch der Radweg erhielt eine eigene Allee. [KT_CREDIT] Fotos: Monika Strehlow

VonMonika Strehlow

Radler und Kraftfahrer auf der neuen Straße sollen sich künftig an Linden, Ulmen, Hasel oder Pfaffenhütchen erfreuen. Die meisten stehen schon zwischen Prenzlau und Kleptow.

Baumgarten.Alleen gehören zu den Wahrzeichen und touristischen Attraktionen in der Uckermark. Wenn Bäume einer neuen Straße weichen müssen, kommt das einem Frevel gleich. Umso erfreulicher ist es, wenn der Bauherr im Anschluss an der Strecke neue Bäume und Sträucher pflanzen lässt.
So wie entlang der L 26 zwischen Prenzlau und Kleptow, wo Männer der Landschaftsbau Elbe-Elster GmbH unübersehbar junges Grün pflanzten. Die über fünf Kilometer liegen gesäumt von Tausenden Bäumen und Gehölzen. Sowohl entlang der Fahrbahn, als auch des Radweges zwischen Prenzlau und Baumgarten tragen viele der Hainbuchen, Silberpappeln, Linden oder Vogelkirschen bereits erstes Laub.
Insgesamt sollen künftig 11 510 Sträucher und so genannte Heister, also Jungbäume, sowie Hochstämme dort wachsen. „Wir sind froh, den größten Teil der Gesamtstrecke bepflanzt zu haben“, gesteht Rainer Hess, der im Brandenburgischen Landesbetrieb Straßenwesen, Nebensitz Eberswalde, für die Planung von Landschafts- und Umweltschutz zuständig ist. Denn die Witterung hatte manchen Strich durch das Begrünungsprojekt gezogen. Noch während der letzten Baumaßnahmen waren im November die ersten Stämme und Sträucher gesetzt worden – als der Winter einzog. Ulf Schneegans, dessen Choriner Ingenieurbüro für Planung und Realisierung verantwortlich zeichnet, erinnert sich nur ungern der Zwangspause Und nach der ersten frühlingshaften Woche Anfang März 2013 setzte erneut Schneetreiben ein… Bei dem launischen Frühjahr wurde das Zeitfenster für erfolgreiches Pflanzen, das ein Anwachsen gewährleistet, immer enger. Daher sollen erst im Herbst die letzten rund 3700 Heckenpflanzen und Bäume vor Kleptow in die Erde kommen, erläutert Ulf Schneegans.
Der Neubau dieses Teiles der auf Jahre voll gesperrten Landesstraße hatte für viel Ärger gesorgt. Ein Kritikpunkt waren die vielen Durchlässe; bei einem musste sogar die neue Straße wieder aufgerissen werden, der Uckermark Kurier berichtete. Um so erfreuter ist Christine Wothe von der unteren Naturschutzbehörde, dass der Nutzen schon jetzt erwiesen sei. „Nach ersten Beobachtungen nehmen die Tiere die Durchlässe an. Spuren des Fischotters sind schon an drei der Durchgänge nachgewiesen.“
Vier Jahre bleiben die neuen Alleen an der L 26 unter der Pflegeregie der Eberswalder Behörde. Dann sorgt sich deren Prenzlauer Straßenmeisterei um das Gedeihen.
Die neu wachsenden Bäume entlang der L 26 zwischen Brüssow und Menkin, die ebenfalls neu gebaut wurde, zeigt, wie erfolgreich das Wirken der „Grünen“ im Landesbetrieb ist. Pro Jahr sind sie an etwa 50 grünen Baustellen zugange, erklärt Rainer Hess, der noch etliche Projekte in der Schublade hat. So sei der Plan zur Begrünung eines Radweges zwischen Hohengüstow und Gramzow fertig, doch fehlt es noch am Geld, um den von den Anwohnern herbeigesehnten Radweg auch bauen zu können. Ähnlich ergeht es einem Radweg von Prenzlau nach Damme.

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m.strehlow@uckermarkkurier.de

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