Zehn Jahre nach dem Mord in Potzlow sucht das Bunte Bündnis Öffentlichkeit und prangert Intoleranz an.
Prenzlau.Hinschauen statt wegschauen, diskutieren statt schweigen – in der Auseinandersetzung nicht nur mit Rechtsextremismus, sondern mit jeder Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Ausgrenzung, ist es wichtig, Position zu beziehen, sich zu artikulieren und vor allem zu sensibilisieren. Das wollen die Begründer des Bunten Bündnis Tolerantes Prenzlau und laden am Freitag, dem 7. September, von 14 bis 19 Uhr zu einem „Toleranztag“ in die Friedrichstraße ein. „Wir haben Gruppen, Vereine und Parteien angesprochen, miteinander und mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Zehn Jahre nach dem Tod von Marinus Schöberl wollen wir deutlich machen, wie wichtig es ist, aufmerksam hinzuschauen, wie gefährlich latente Intoleranz sein kann, weil auch sie schon Nährboden für Hass bieten kann“, erklärt Heidi Hartig vom Bündnis. Unterstützt wird selbiges von der Stadt Prenzlau ebenso wie vom Mobilen Beratungsteam Tolerantes Brandenburg. Der Veranstaltung in der Friedrichstraße folgt um 19Uhr im Kleinkunstsaal des Dominikanerklosters eine Diskussionsrunde „Zehn Jahre nach dem Mord an Marinus – wo stehen wir heute“ mit Akteuren der damaligen Mordaufklärung. Als Podiumsgäste sind unter anderem eingeladen Andres Veiel, Filmemacher und Autor („Der Kick“), sowie die damaligen Chefs des Schutzbereiches Uckermark, Polizeirat Hans-Jürgen Klinder und Dr. Fittkau. Eröffnet wird der Toleranztag um 14 Uhr mit Trommelklängen.uk