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Unbekannter Mann versucht, Kinder abzulichten

In Prenzlau soll ein Mann derzeit versuchen, Fotos von Schulkindern zu machen.
In Prenzlau soll ein Mann derzeit versuchen, Fotos von Schulkindern zu machen.

Nicht nur Müttern und Vätern wird diese Vorstellung einen Schauer über den Rücken jagen: Da soll angeblich seit Längerem schon ein unbekannter Mann vor einer Prenzlauer Schule Ausschau nach Mädchen und Jungen halten. Was genau er von diesen will, darüber gibt es verschiedene Aussagen. Mehrere Kinder haben aber berichtet, dass es ihm um Bilder von den Minderjährigen geht. Was ist da dran? Das weiß zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand so recht.

Aber die Polizei nimmt die Hinweise ernst, wie Pressesprecher Peter Salender von der Polizeidirektion Ost versichert. Sofort nach Bekanntwerden der Geschichte habe die Polizei mit Befragungen begonnen. Dabei habe sich herauskristallisiert, dass sich die Aussagen von Schülern einer bestimmten Klasse deckten. Sie sprachen allesamt von einer Person mit sehr markantem Aussehen, die stets in einem roten Pkw kommt.

Beamte sind sicher, ihn zu erkennen

Mehr ins Detail wollte Salender nicht gehen, aus Sorge, dass der Mann, so es ihn gibt, seine Herangehensweise oder sein Auftreten ändert. Denn so, wie er jetzt beschrieben worden ist, „wird er unseren Beamten sofort ins Auge fallen“, beruhigte der Pressesprecher.

Keine Frage, die Angelegenheit hat Priorität, die Polizei will kein Risiko eingehen, obgleich, so Salender, auch festzustellen sei, dass bislang noch nie eine Kindsgefährdung aus so einer Situation resultiert habe. Will heißen, die Öffentlichkeit reagiert zurzeit sehr sensibel auf verdächtige Beobachtungen.

Im Barnim sei vor geraumer Zeit ein Mann angezeigt worden, der aus seinem Jeep heraus mit einem Fernglas in Richtung Schule schaute. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Vater handelte, der Jäger ist, und der, nachdem er seinen Sohn abgeliefert hatte, noch einmal probehalber durch seinen Feldstecher schaute. Nichtsdestotrotz sollten Eltern und Kinder natürlich wachsam sein. Peter Salender rät besorgten Müttern und Vätern, ihren Nachwuchs zu schulen, was das Verhalten in Ausnahmesituationen anbelangt. Klare Botschaft: Mit niemandem mitgehen, sofort Hilfe holen und auf jeden Fall sich im Nachgang den Eltern oder Lehrern anvertrauen.

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