Hardy Müller zeigt, welchen Schaden die Unterspülung angerichtet hat. FOTO: Claudia Marsal
Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Marsal
Man fährt ahnungslos eine Straße entlang und plötzlich bricht der Boden unter den Rädern weg. Das geschah am Dienstagabend in der Prenzlauer Richtstraße. Gestern Früh rückten sofort die Bauleute an, um den Schaden zu begucken und nach der Ursache zu suchen.
Prenzlau.Enrico Muchow traute seinen Augen nicht, als er am Dienstagabend in der Richtstraße den Boden unter den Füßen versinken sah. Der Familienvater reagierte schnell und zückte die Kamera, als da plötzlich mitten in der Fahrbahn ein tiefes Loch klaffte. Wenig später schon ging die gefährliche Situation im Internet dank des sozialen Netzwerks facebook um die „Welt“, mit dem Hinweis „Bis vor einer Stunde sind hier noch Autos gefahren“. Und ehe sich der Prenzlauer versah, hagelte es auch schon witzige Kommentare. Ratschläge a la „Ich habe dir doch gesagt, du sollst die Wand im Keller nicht weghauen“ bis „Da ist wohl die Decke von deinem Geldspeicher eingebrochen“ waren natürlich nicht ernst gemeint, denn selbst Laien war klar, dass vermutlich die starken Regenfälle der letzten Tage eine Unterspülung verursacht hatten. Gestern Früh machten sich dann auch sofort zwei Mitarbeiter der Firma Reserv daran, den Schaden zu beheben. Im Auftrag der Stadtwerke arbeiteten sich Heinz-Joachim Bulgis und Hardy Müller mit Schippe und Bagger vorsichtig in die Tiefe vor. Das Loch klaffte da schon drei Meter tief. „Wir müssen hier richtig aufpassen, schließlich liegen jede Menge Kabel und Rohre in der Erde“, verdeutlichte Hardy Müller die Brisanz. „Aber wir sind ein eingespieltes Team“, setzte sein Kollege zuversichtlich hinzu. Die beiden gingen davon aus, dass die für die Bauarbeiten notwendige Straßensperrung schon bald passé ist.